Weichspüler: Neal Morse – Live & Time

US-Country-Pop statt ProgRock: Neal Morse – Live & Time

US-Country-Pop statt Prog-Rock: Neal Morse – Live & Time



hrm_logo_15x50Fast gewinnt man den Eindruck, als wollten die Ikonen des aktuellen Prog-Rocks sich selber demontieren. Nachdem jüngst Steven Wilson für sein Pop-Debüt To The Bone abgewatscht wurde, scheint es jetzt, also wolle Neal Morse das selbe probieren:

Live & Time heißt das Album, das ein Dutzend Stücke in Radio-tauglichen 4-Minuten Schnitt anbietet. Die Stücke sind melodisch ansprechend, harmonisch berechenbar und wäre es nicht Neal Morse, der auf dem Cover über den Zebrastreifen einer Stadt irgendwo im Nirgendwo trabt, würde der ein oder andere das Album wohl gar nicht erst aus dem Regal nehmen und hinein hören.

Aber ist das fair?

Zugegeben, manches erinnert arg an eine Kombination aus Crosby, Stills & Nash mit einer Prise Donavan, ein paar Pfund US-Pop, Country-Einsprengseln und gefälligem Gesamtklang. Das ist definitiv nicht Spock’s Beard und auch nicht Transatlantic, und damit ist es gegen die Erwartungshaltung. Wie genau?

Nehmen wir zum Beispiel Joanna. Das ist ein Steel-Guitar geschwängertes Beispiel für US-Romantik mit Hintergrund-Fiedeln. Zuckerguss scheint in zu sein in den Staaten derzeit, zuletzt litt Gregory Porter darunter. Oder ist es kein Leid, sondern die Folge von einem Jahr Trump-Regierung? Zuflucht in die Harmonie sicher scheinender Vergangenheit? Ich weiß es nicht, aber es lässt mich zwiegespalten zurück:

Mag ich das Album? Es ist gut eingespielt, es ist akustisch hervorragend sortiert. Aber es ist auch wenig überraschend. Es plätschert so dahin und tut keinem weh. Es reißt mich aber auch nicht vom Hockern, selbst bei flotter scheinenden Stücken wie Selfie In The Square, dessen Titel zugleich eine Warnung vor Langeweile sein kann.

Es bleibt also schwierig.

Da es aber weiterhin Neal Morse ist, der hier spielt, mischt und waltet, sollten Sie im Zweifel ihren eigenen Ohren trauen und mal hinein hören, wenn es am 16. Februar 2018 erscheint. Vielleicht sehen Sie das ja auch ganz anders und das Album ist ein Lichtblick in finsteren Zeiten.


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Album-Daten

Titel: Live & Time
Interpret: Neal Morse
Genre: Pop
Label: Radiant Records
Erscheint: 16. Februar 2018
Spielzeit: 51:40 min
Format: WAV 44,1/24
Preis: 15,99 USD
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Audio-Setup



Rechner stationär: Mac mini
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > DAC: Straight Wire USB
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch HD 311 Retro
LS-Kabel: Straight Wire Melody
Kopfhörer: Koss ESP 950, Bowers & Wilkins P7

Technik-Tuning:
Geräte-Tuning: je 1 Albat Manufacturer Test Chip
Mac-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL1
DAC-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL2
DAC-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (1 St.)
DAC-Tuning: inakustik Referenz High Tech Gel-Absorber
Amp-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (3 St.)
Amp-Tuning: Audio Selection Creaktiv Sound Control Base
Amp-Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Rack-Tuning: Creaktiv Erdungs-Set ci2p
Lautsprecherkabel-Tuning: inakustik Referenz Cable Base
Lautsprecherkabel-Tuning: Albat LMC Loudspeaker Cable Chips
Lautsprecher-Tuning: TritonAudio NeoLev
An diversen Stellen: biophotone Magic Akasha Sound Chips

Raum-Tuning:
E-Smog: Kemp Elektronik Schumann Resonanz Plug
Strom: Gigawatt Sicherungs-Automat G-C20A
Strom: Gigawatt Steckdose G-044
Strom: HiFi-Tuning Fremdgeräuschzerstörer & Quantenstecker
Raum: Creaktiv Air Field-Equalizer

Rechner mobil: MacBook
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.11.6 El Capitan
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Beyerdynamic Xelento Remote
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil



Abbildungen: Radiant Records


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