Vladimir Ashkenazy & Philharmonia Orchestra: Flint Juventino Beppe – Remote Galaxy

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hrm_logo_15x50Was ist los da draußen in der Remote Galaxy? Flint Juvention Beppe beantwortet die Frage mit orchestraler Fülle. Seine Komposition wird von keinem geringeren als Vladimir Ashkenazy dargeboten, am Pult des Philharmonia Orchestras, eines der erfahrendsten und begehrtesten Klangköper für Klassik-Einspielungen. Liest sich gut. Aber klingt es auch gut?

Glockig und harfig klingt es, zuerst, später dann, bei Lost in September, fragend. Die neun Kompositionen eint der harmonisch Bruch, der sich immer wieder einstellt und sich ebenso immer wieder harmonisch auflöst und die Dissonanzen des Moments in Entspannung und Wohlklang überführt. Alles feinfühlig und melodischen austariert, in einer feinen Balance aus Reiz und Entspannung. Formal ist Flint Juventino Beppes Musik meisterlich. Interpretatorisch kann sie daher leicht zum Höllenritt werden.

Wer Vladimir Ashkenazy kennt, weiß um sein musikalisches Feingefühl und seinen Fleiß, sich in Werke einzugraben, bis er ihre Essenz gefunden hat. Das hat bei Chopin geklappt, er hat es bei Rachmaninov in vielfacher Weise belegt. Und auch bei einem zeitgenössischen Komponisten wie Beppe wirkt Ashkenazis Kunst-Verständnis. Unter seiner Leitung öffnet das Philharmonia Orchestra Beppes Musik mit einer Feinheit und Sensibilität, zugleich einer Natürlichkeit, die wie Blüten für die Ohren wirkt.

Die Aufnahme von Flint Juventino Beppes Remote Galaxy fand im Watford Colosseum statt und bot einige Besonderheiten: Das Orchester war im Kreis um den Dirigenten gruppiert, und lediglich sieben Mikrofone hingen in verschiedene Bereiche ausgerichtet mittig von der Decke herab. Dazu ist das Watford Colosseum ein sehr großer Saal, der den Vorlieben des Tontechnikers Morten Lindberg sehr entgegen kommt: Schall reflektiert nicht an nahe stehenden Wänden und ermöglichst so ein offenes Klangbild. Das ist der Einspielung abzuhören, über Kopfhörer schon bei sehr geringer Lautstärke, über Lautsprecher dagegen fast körperlich im Raum präsent.

Flint Juventino Beppe ist ein Ausnahmekomponist, dessen Remote Galaxy – die entfernte Galaxy – ein Ausnahmedirigent mit einem der renommiertesten Orchester der Welt eingespielt hat. Die Güte ist entsprechend: Hochgradig sensibel ausgearbeitet und tonal exzellent eingefangen, macht Remote Galaxy über Kopfhörer wie über Lautsprecher viel Vergnügen, zumal die Komposition in ihrem Mix aus Harmonie und kluger Dissonanz mit Reizen nicht geizt. Ein multidimensionales Hörvergnügen.



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Album-Daten

Name – Flint Juventiono Beppe – Remote Galaxy
Interpreten – Vladimir Ashkenazy, Philharmonia Orchestra
Label – 2L
Jahr – 2013
Spielzeit – 1.10:48 min
Format – FLAC 192/24
Preis – 21,00 Euro
Zu finden bei HighResAudio



Audio-Setup

Rechner: Mac Mini 1,83 GHz Intel Core 2 Duo
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.6 Snow Leopard Server
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 1,7 m
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch Light Style 2
LS-Kabel: Straight Wire Melody

Rechner mobil: MacBook white
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.9 Mavericks
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Bowers & Wilkins P7
Add-on: Aqvox USB- Low-Noise-Linear-Netzteil



Abbildungen: 2L

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