Versprechen gehalten: Marutyri – Inner Movements

Jazz gehabt und Spaß dabei: Marutyri - Innen Movements

Jazz gehabt und Spaß dabei: Marutyri – Innen Movements


hrm_logo_15x50Nun haben sie es also getan: Die Musiker der niederländischen Jazz-Band Marutyri haben ihr versprochenes Album vorgelegt. Inner Movements heißt es und zeigt eindrücklich, wie eine Big-Band mit jungen Musikern in Eigenregie fantastische Songs fantastisch einspielen kann. So locker und smooth, dass manche hochdotierte Profikapelle neidisch in der Ecke verstauben dürfte. Wenn das Leben fair wäre.

Immerhin, für Fairness kann man sorgen., zumal als Rezensent. Und da ich schon alles wesentliche gesagt habe, könnte ich gleich aufhören, aber ein bisschen Begründung ist sicher nicht ganz verkehrt. Was also macht Inner Movements so gut (in meinen Ohren, versteht sich)?

Man nehme den Anspruch des United Jazz und Rock Ensembles, den Verve von Santana, die Smothness von Passport, ein bisschen von der Coolness Steely Dans und die Frechheit von Yes, subtrahiere jeglichen Gesang, und schon hat man ein Grundgerüst. „An und?“, werden jetzt einige fragen. Dabei ist es noch gar nicht alles:

Addieren muss man noch Spielfreude im Sinne von Freude am Spiel an sich wie auch im Sinne von Freude am Spiel miteinander, sowohl formal als auch .. – was ich hier schreiben müsste, zeigen die Youtube Videos zum Album übrigens weit besser: Musiker, die beim Spiel miteinander lachen, sich gegenseitig herausfordern, die Leistungen des anderen anerkennen – und das nach zig Ehejahren.

Denn der Kern von Marutyri, dieser tollen Combo aus Rotterdam, kennen sich schon ziemlich lange. „Seit Schultagen“, habe ich in der Rezension ihres EP The Tribe im August geschrieben. Auf Innen Moments ist aus der achtköpfigen eine 13-Köpfige Band geworden, was ich in der Rezension aber zur Musik gesagt habe, passt weiterhin, nur breiter gefächert, was gewiss auch den jetzt fünf Komponisten geschuldet ist – mehr Impulse, mehr Ideen. Oder anders herum:

Wie gehabt Spielfreude, Sau rauslasen, Jazz mit Rock und Funk gemischt, auch ungerade Metren pfiffig verschachtelt, zum Beispiel bei Last Minute ab Minute 5:37 (sind übrigens ein 7/4 und ein 6/4 im Wechsel gespielt), dazu kleine Gags, die einen trotz aller Vorahnung dennoch mit Wucht aus dem Stuhl pusten (wie der Bläsereinsatz ab Minute 3:56 beim Titelsong Inner Movements), grundundbodendicke Unisono-Basslines wie ab 2:12 in Stellar Kids, dazu brillante Soli aller Orten, Spielspaß für Hörfreude und Hörspaß durch Spielfreude – you name it, they do it.

Inner Movements versammelt acht Stücke (oder siebeneinhalb, wenn das Intro mit seinen 1:46 Minuten nicht ganz mitgezählt wird) und liefert insgesamt 47:13 Minuten Klangglück, das uns leider nur als WAV mit 16 Bit und 44,1 kHz zur Verfügung stand. Aber auch die liefern schon ausreichend Details für fröhliche Stunden.

Bleibt die letzte Frage: Mein aktuelles Lieblingsstück des Albums? Repeat all – als Wiedergabe-Einstellung in Audirvana+ 2.


Album-Daten

Titel: Inner Movements
Interpret: Marutyri
Genre: Jazz
Label: Challenge Records
Jahr: 2016
Spielzeit: 47:13 min
Format: WAV 44,1/16
Preis: 19,90 Euro (CD)
Zu finden bei Challenge Records



Audio-Setup

Rechner: Mac Mini 1,83 GHz Intel Core 2 Duo
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.6 Snow Leopard Server
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 1,7 m
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Boxen: Hans Deutsch Light Style 2
LS-Kabel: Straight Wire Melody

Rechner mobil: MacBook white
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.9 Mavericks
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Bowers & Wilkins P7
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil


Abbildungen: Challenge Records

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