Valeri Gergiev, LSO: Brahms German Requiem (Review)

Brahms Deutsches Requiem - Valeri Gergiev, London Symphony Orchestra, London Symphony Chorus, Simon Hasley, Sally Matthews, Christopher Maltman

Brahms Deutsches Requiem – Valeri Gergiev, London Symphony Orchestra, London Symphony Chorus, Simon Hasley, Sally Matthews, Christopher Maltman


hrm_logo_15x50Gut ein halbes Jahr lang hat sich die Society of Sound geziert, Valeri Gergiev mit einer neuen Aufnahme in ihr Musikangebot zu integrieren. Doch inzwischen scheinen sich die Wellen um das politische Statement des Dirigenten gelegt zu haben, der ganz offen Sympathie für das Vorgehen Vladimir Putins in der Krim-Krise zeigte und es sich als russischer Patriot nicht nehmen ließ, diese Völkerrechtsverletzung gut zu heißen. Doch Musik ist keine Politik und Geld verdient sich auch mit schlechtem Ruf, wenn nur die Leistung stimmt. Und so ist das aktuelle Klassikangebote der Society of Sound die Einspielung Valeri Gergievs von Brahms Deutschem Requiem.

Als Gergiev vor einer Weile als neuer Dirigent der Münchner Philharmoniker präsentiert wurde hieß es, diese Stelle habe er sich vor allem deshalb ausgesucht, um ein besseres Verständnis der deutschen Komponisten zu erlangen. Denn bisher galt Gergiev vor allem als Kenner der russischen Musikszene, und sein Verständnis für die deutschen Granden der Klassik galt er als eingeschränkt.

Schon der erste Höreindruck von Brahms Deutschen Requiem in der Einspielung von März 2013 belehrt eines Besseren. Gergiev leitet das London Symphony Orchestra, das gemeinsam mit dem London Symphony Chorus unter Simon Halsey und den Solisten Christopher Maltman und Sally Matthews die Komposition des jungen Brahms sachte und gefühlvoll interpretiert. Die Musik atmet Trauer und entfaltet sich getragen, ohne bemüht zu wirken. Gergiev lässt dem Deutschen Requiem Zeit zu klingen und zu wirken, und er führt Orchester, Chor und Solisten in Dynamik und Klang angenehm harmonisch durch das Werk.

Vielleicht ein Nebenaspekt, aber der Gesang von Chor und Solisten erspart den deutschen Texten häufiger zu hörende Akzentverschiebungen, die dem sprachkundigen Zuhörer und zumal dem Muttersprachler bei der Kür-Note den Griff in die untere Lage aufnötigen. London Symphony Chorus, Matthews und Maltman aber klingen authentisch und zudem verständlich. Das lässt einen schon beim zweiten Satz „Denn alles Fleisch, es ist wie Gras“ in den Schlussgesang einstimmen. Dessen tragendes Wort ist „Freude“.

Dass sich die Aufnahme auf mäßig bereiter und tiefer Bühne entfaltet, das Ensemble quasi zusammenrückt, unterstreicht den künstlerischen Ausdruck zusätzlich. Schön ist, dass die Society of Sound ein 96/24 FLAC Studio Master bereitstellt. Die Sensibilität der Einspielung kann diese Feinheit durchaus vertragen und belohnt die Musiker mit mehr Detail und Feinheit im Klang für Ihre gelungen Einspielung.



Album-Daten

Titel: Brahms German Reqiuem
Interpret: Valeri Gergiev, London Symphony Orchestra, London Symphony Chorus
Genre: Klassik
Label: Society of Sound
Jahr: 2014
Spielzeit: 64:07 min
Format: FLAC 96/24
Preis: Im Jahresabo für 40 Euro enthalten
Zu finden bei Society of Sound



Audio-Setup

Rechner: Mac Mini 1,83 GHz Intel Core 2 Duo
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.6 Snow Leopard Server
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 1,7 m
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Boxen: Hans Deutsch Light Style 2
LS-Kabel: Straight Wire Melody

Rechner mobil: MacBook white
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.9 Mavericks
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Bowers & Wilkins P7
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil


Abbildungen: Society of Sound

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