Tralala: Simone Kopmajer – Good Old Times

Mit Good Old Times ist Simone Kopmajer ein angenehm klingendes Album gelungen

Mit Good Old Times ist Simone Kopmajer ein angenehm klingendes Album gelungen



hrm_logo_15x50Simone wer? Kopmajer? Kennt die jemand? Ah, Wikipedia: Österreichische Jazz-Sängerin. In Japan erfolgreich, dann auch in Thailand. Super Referenz. Und nun ein Album mit dem vielversprechenden Namen Good Old Times. Was kann da noch schiefgehen:?

Nun, die Titel-Liste ist ein Who-is-who des seichten Bar-Berieselung: Lost in Love. Heart of Gold. You Are My Everything. Reality, dessen Refrain Dreams are my Reality fast schon wie ein Selbstbekenntnis für das Album interpretiert werden müsste, könnte Simone Kopmajer nicht tatsächlich singen. Und würde die Band nicht tatsächlich swingen. Bar-seicht zwar in Teilen, aber was soll’s. Die Aufnahme macht in jedem Fall Vergnügen. Beispiele gefällig?

That’s Why (You Go Away) ist ein jazzig-poppiger Spaßmacher, der munter gesungen und gespielt ist. Feines Besen-Gewuschel lässt Raum für Piano, akustische Gitarre, Handclaps und Intimität. Die Bühne schön platziert, die Akustik fein austariert bis zum Zungen-Ploppen kurz vor Ende, das völlig natürlich aus den Lautsprechern schallt.

Auch First of May ist ein Beispiel der hohen Qualität von Aufnahme wie Musikern. Schön ausgewogen, die Geigen, die zur zweiten Stophe einsetzen, halten sich feinfühlig im Hintergrund, zusammen mit den Congas, bei denen die sie spielenden Hände fast greifbar scheinen. Und Kopmajer mit glasklarer Stimme, völlig sauber und schön. Da gibt es nichts zu meckern, allerdings zu wundern, denn die Gebrüder-Gibb-Nummer (jaja, die Bee Gees haben das ursprünglich geschrieben) endet total verstolpert. Absicht, offenbar. Aber warum?

Manchmal weiß man wirklich nicht so genau, ob die Interpretation nun modernisiert oder ironisiert sein soll. Oder beides?

Das gilt auch für die Neil Young-Nummer Heart of Gold: Einerseits leicht funkig, mit brumigem schwarzen Bass im Hintergrund, der sich auf Uh und Ah beschränkt, auf der anderen Seite ein honigsüß-schmelziger Unisono-Gesang von Kopmajer mit einem feinstimmigen Jüngling. Egal.

Aber am Ende ändert das alles nichts an der Güte von Klang, Raum, Intensität und Intimität der Einspielung. Für ruhige Stunden und nette Unterhaltung durchaus ein Ohr wert. Auch außerhalb des asiatischen Raums.


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Album-Daten

Titel: Good Old Times
Interpret: Simone Kopmajer
Genre: Jazz
Label: Lucky Mojo Records
Jahr: 2017
Spielzeit: 46:58 min
Format: FLAC 88,2/24 / FLAC 176,4/24
Preis: 17,50 EUR / 21,00 EUR
Zu finden bei HighResAudio





Audio-Setup



Rechner stationär: Mac mini
Software: Audirvana Plus 2, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > DAC: Straight Wire USB
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Amp-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (4 St.)
Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Boxen: Hans Deutsch HD 311 Retro
LS-Kabel: Straight Wire Melody
Kopfhörer: Koss ESP 950, Bowers & Wilkins P7



Rechner mobil: MacBook
Software: Audirvana Plus 2, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Bowers & Wilkins P7
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil


Abbildungen: Lucky Mojo Records


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