The Blues Company – Ain’t Nothing But… (Review)

The Blues Company  - Ain't Noting But...

The Blues Company – Ain’t Noting But…


hrm_logo_15x50Wenn ich das Wort Blues höre, stellen sich mir die Nackenhaare auf. Und wenn dann millionenschwere Herren zu ihren Variationen über ein Thema in zwölf Takten von Geldmangel, Liebesentzug und Alkoholknappheit jammern, ist es meist ganz vorbei. Denn das Gros des Genres ist ein austauschbar dröger Haufen von professionellen Jammerlappen, die seit gefühlt einem Jahrhundert uninspiriert immer die selben Riffs runterschrammeln. Ok, manchmal gibt es da einen Lichtblick, zum Beispiel bei Luther Allison oder Little Axe. Und The Blues Company?

Ain’t Nothing But… heißt das Album, ein Live-Mitschnitt, den die Combo aus Osnabrück jetzt vorlegt. Sie haben gut bei den Altmeistern zugehört. Konsequent ist im Auftaktsong My Guitar And Me der Sänger dann auch gleich „Short on money“. Und die Background-Ladies intonieren passend unenglisch hell und sauber „He and his guitar“. Authentizität stellt sich so nicht ein. Doch genug gefrotzelt.

Denn tatsächlich ist nicht alles schlecht an dem Album, und dass ich Blues nicht sonderlich mag, ist ja nicht die Schuld der sechs Niedersachsen mit Cowboyhut (ok, manchmal der ein oder andere).

The Blues Company liefern eine recht rockige Interpretation von Tonika, Subdominante und Dominante, die vom Feel häufig gar nicht so I feel blue ist. Insgesamt 19 Stücke versammelt der Live-Mitschnitt, insgesamt fast 100 MinutenMusik, die zwischen Blues-Rock, Ballade und Shuffle in die Ohren schlurfen.

Hörenswert wird es für besonders da, wo sich The Blues Company vom Diktat des klassischen Blues lösen: Das Sextett liefert in diesen Momenten angenehm hörenswerte Musik ab. Das gilt zum Beispiel für Bad Decision und auch für If I Only Could, die von der Klangqualität des Albums zusätzlich profitieren.

Der Sound ist in den dargereichten 96 kHz/24 Bit tatsächlich eine Freude. Er ist detailreich und liefert eine in Breite und Tiefe überzeugend gestaffelter Bühne. Die Stimmen klingen wie auch die Instrumente sehr natürlich, und selbst der Live-Flair des Applauses ist überzeugend. Für Blues-Fans gewiss eine Ohrenweide. Also ruhig mal selber rein hören!



Album-Daten

Titel: Ain’t Nothing But…
Interpret: The Blues Company
Genre: Blues
Label: in-akustik
Jahr: 2015
Spielzeit: 98:50 min
Format: Flac 96/24
Preis: 17,50 Euro
Zu finden bei HighResAudio



Audio-Setup

Rechner: Mac Mini 1,83 GHz Intel Core 2 Duo
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.6 Snow Leopard Server
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 1,7 m
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Boxen: Hans Deutsch Light Style 2
LS-Kabel: Straight Wire Melody

Rechner mobil: MacBook white
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.9 Mavericks
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Bowers & Wilkins P7
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil


Abbildungen: in-akustik

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