Thanks for the Time: David Gilmour – Rattle That Lock

David Gilmour - Rattle That Lock

hrm_logo_15x50Nun ist es also passiert: Pink Floyd Gitarrist David Gilmour hat ein neues Soloalbum heraus gebracht. Rattle That Lock heißt es und es ist vertraut anders. Und noch etwas anderes ist es, das heute kaum ein Musiker fertig bringt: Es ist konsequent runtergetaktet.

Der maximale Metronom-Schlag liegt gefühlt bei 90. Das wäre schon rasant. Tatsächlich ist Rattle That Lock ein sehr langsames Album. Eines, das Zeit mitbringt und Zuhören erwartet. Im ersten Moment ist diese konsequente Entschleunigung allemal irritierend. Nach dem dritten Durchlauf stellt sich aber ein anderes Gefühl ein: Thanks for the time!

Rattle That Lock liefert in gut 51 Minuten zehn sehr sorgfältig arrangierte, gespielte und gemischte Stücke – hier ist das musikalische Erbe von Pink Floyd absolut präsent. Und dass sich das Album im Endlosmodus spielen lässt, weil das letzte Stück mit Klänge endet, die das erste Stück eröffnet haben, ist da im Grunde nur schlüssig.

Auch sonst findet sich immer wieder ein bisschen Pink Floyd, aber eher in Zitaten. Copy & Paste ist Gilmours Sache nicht. Er hat eigenständige Stücke geschrieben, die natürlich seine Handschrift nicht verleugnen können, die auch manches Floyd-Album mit gestaltet hat. Trotzdem ist Rattle That Lock anders.

Zum einen sind es tatsächlich Lieder, klare, melodisch geprägte Lieder. Gilmours Gesang färbt zusätzlich ein und um, so dass Rattle That Lock schön eigenständig ist. Vor allem aber ist es – bis auf den Titel-Song und Today – ein entspannt entspannendes Album. Eines, das sich Zeit nimmt und sich Zeit wünscht, um seinem Grundgefühl nachzuspüren. Das ist ein lohnendes Unterfangen, denn es gibt allerhand zu entdecken:

Da wäre die zarte Dynamik, die sich im Refrain von Faces of Stone entwickelt – übrigens ganz unauffällig im 3/4-tel Takt. Der knackige Gitarren-Riff, der Dancing Right in Front Of Me anreichert. Die Mischung von Streichern und Gitarrensolo in And Then… . Oder die schleichend gesteigerte Dynamik von Beauty. Ganz zu schweigen von den Texten, die mitunter sehr schön und treffend sind.

Mit Rattle That Lock hat David Gilmour eines meiner Favorit-Alben des Jahres vorgelegt. Eine entspannte Entdeckungsreise von hohem musikalischen wie klanglichem Wert. Und mit überzeugenden Entspannungscharakter: Thanks for the time!



Album-Daten
Titel: Rattle That Lock
Interpret: David Gilmour
Genre: Rock
Label: Sony Music
Jahr: 2015
Spielzeit: 51:11 min
Format: FLAC 96/24
Preis: 15,00 EUR
Zu finden bei HighResAudio



Audio-Setup

Rechner: Mac Mini 1,83 GHz Intel Core 2 Duo
Software: Audirvana Plus 2, Amarra 3.0
Betriebssystem: OS X 10.7 Lion
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 1,7 m; Straightwire USB-Link
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Boxen: Hans Deutsch Light Style 2
LS-Kabel: Straight Wire Melody

Rechner mobil: MacBook white
Software: Audirvana Plus 2, Amarra 3.0
Betriebssystem: OS X 10.10 Yosemite
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Bowers & Wilkins P7
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil


Abbildungen: Sony Music

You may also like...