Sir Colin Davis + London Symphony Orchestra – Dvořák Symphony No 9

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hrm_logo_15x50Die Deutsche Grammophon listet 26 eigene Aufnahmen der 9. Symphonie von Antonin Dvořák, 8 steuern Decca und Mercury Classic bei, Naxos hat weitere 4 Einspielungen im Programm und im iTunes Shop sind 17 Alben mit „Aus der neuen Welt“ zu finden. Und jetzt das: Die Society of Sound legt auch eine Einspielung vor. Wieder vor, muss es eigentlich heißen. Und das aus gutem Grund.

Die Society of Sound, kurz SoS, hat ein „Me, too“ Download für ihre geschätzten Mitglieder: Antonin Dvořák Symphonie Nr. 9 „Aus der neuen Welt“ ist eines von zwei neuen Angeboten für Abonnenten, eingespielt von Sir Colin Davis und dem London Symphony Orchestra, dem LSO abgekürzten Hausorchester der SoS.

„Ok“, könnte man sagen, „Für 50 Euro im Jahr muss man das schon mal hinnehmen.“ Oder: „Als Tribut an den jüngst verstorbenen Dirigenten durch LSO und SoS ist das angemessen!“ Oder: „Wenn Sir Colin Davis dirigiert, wird es schon ganz nett sein!“ Und ich muss zugeben, dass jeder Blickwinkel ein Teil der Wahrheit enthüllt.

Was von Beginn an auffällt, ist die feinfühlige Interpretation der berühmten Symphonie. Kein prahlender Bombast und keine hysterisch kreischenden Geigen, wohl aber ausgesucht schwungvolles Spiel, wo es passt. Ein Beispiel hierfür ist der Eingang des dritten Satzes, wie auch das Wechselspiel zwischen Streichern und Flöten direkt im Anschluss. Auch die beinahe liebevoll aufspielenden Streicher im zweiten Drittel des vierten Satzes spiegeln das lyrische Feingefühl wieder, mit dem Davis das LSO zu betörender Ausdrucksstärke führt.

Auffällig bei der Aufnahme ist die relativ schmale Bühne und ihre geringe Tiefe. Wie das kommt? Die Aufnahme des LSO unter Sir Colin Davis datiert vom September 1999, ist mithin 14 Jahre alt. Dargeboten in Flac 24 bit / 48 kHz und versehen mit der SoS Nummer 0001 ist sie ganz offenbar das Debut-Album dieses Projektes, mit dem Bowers & Wilkins gemeinsam mit Peter Gabriel und namhaften Musikern seit Jahren konstant seinen Beitrag zur Rettung audiophiler Darbietungen in Zeiten von Bits und Bytes leistet.

Dass SoS mit diesem interpretatorischen Leckerbissen posthum Danke sagen kann, spricht für alle vier: B&W, SoS, LSO und natürlich Sir Colin Davis.


Album-Daten

Album: Dvorak Symphony No 9
Interpret: Sir Colin Davis, London Symphony Orchestra
Genre: Klassik
Label: Society of Sound
Jahr: 2013
Spielzeit: 44:22 min
Format: FLAC 48/24
Preis: Im Jahresabo für 40 Euro enthalten
Zu finden bei Society of Sound

Audio-Setup

Rechner: Mac Mini 1,83 GHz Intel Core 2 Duo
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.6 Snow Leopard Server
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 1,7 m
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch Light Style 2
LS-Kabel: Straight Wire Melody

Rechner mobil: MacBook white
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.9 Mavericks
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Bowers & Wilkins P7
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil


Abbildungen: Society of Sound

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