Remix: Pink Floyd – Delicate Sound of Thunder (Remixed)

Eine ganze Familie an Veröffentlichungen: Oink Floyd _ Delicate Sound Of Thunder (RESTORED. RE-EDITED. REMIXED)
Eine ganze Familie an Veröffentlichungen: Oink Floyd _ Delicate Sound Of Thunder (RESTORED. RE-EDITED. REMIXED)

 

hrm_logo_15x50RESTORED. RE-EDITED. REMIXED. Mit so großen und fetten Buchstaben kündigt Warner Music die jüngste Melkmaschine von Pink Floyd an: Delicate Sound Of Thunder (Remix), also die Neuauflage des 1988-er Livealbums der Prog-Rock-Band, das neue Begehrlichkeiten wecken soll und zu dem Zweck gleich als eine ganze AlbumFamilie verfügbar ist: Blu-ray, DVD, 2-CD, 3-Disc-Vinyl- und Deluxe 4-Disc-Edition mit Bonustracks – you name it, they have it. Nur: Lohnt sich der Kauf überhaupt, wenn man doch eigentlich schon alles hat?

Delicate Sound Of Thunder war das erste Live Album, das Pink Floyd veröffentlicht haben. In der Neuauflage ist es recht üppig ausgefallen: Statt ursprünglich 15 jetzt 23 Stücke mit zusammen 2 Stunden und knapp 21 Minuten Spielzeit lassen auf ein sättigendes Konzerterlebnis hoffen, zumal auch die Titel-Auswahl zwischen alt und neu für viel Abwechselung steht.

Das Plus an Musik liegt daran, dass die beim Ursprungsl+album ausgesparten Titel der Mometary Lapse Of Reason Albums, dessen Tour Delicate Sound Of Thunder wiedergab, jetzt ergänzt wurden: New Machine Part 1 + Part 2, dazu Signs Of Life, Terminal Frost und One Slip, so dass jetzt das gesamte Studio-Album erstmals auch Live zu hören ist. Der zweite Teil mit den Klassikern hat On The Run,  The Great Gig In The Sky und Welcome To The Machine dazu bekommen. Klingt nach einer runden Sache.

Doch kaum ist der Start-Button gedrückt, kommt die Kehrseite der Medaille: Jubel-Trubel überall. Das einzige Album, bei dem permantente Publikums-Präsenz nicht wirklich nervt, ist von Mothers Finest aus den End-1970-ern. Sonst sollte man sich das tunlichst sparen, und schon gar nicht so mischen, dass die ekstatische Euphorie die filigranen Anfänge von Stücken wie Shine On You Crazy Diamond oder Time zerjubelt.

Was ich auch enttäuscht als jemanden, dessen erste LP Dark Side Of The Moon hieß, dessen zweite den Titel Wish You Were Here trug und der die Dauerpräsenz von The Wall in den Charts mit Wohwollen verfolgte, während er das Album bis zum gefühlten Rillenverlust durchspielte? Das Tempo, in dem die Musiker viele Titel abhandeln:

Time in 5:18  statt original 7:05 Minuten, Shine on You Crazy Diamond Pt. 1-5 in 12:09  statt original 13:33 Minuten. Häufig entsteht der Eindruck, es muss schnell gehen und Dynamik sei keine Frage von Virtuosität und Spielvermögen, sondern einem beschleunigten Ende.

Und dann noch der Klang: Warum sind heute so viele Alben für Autoradio und Smartphone gemischt? Natürlich will niemand an das Live-Album den Maßstab audiophiler Preziosen anlegen, trotzdem: Warum die Höhen so üppig, die Bässe so dürr, der Druck von unten so dürftig? Und dann das Publikum so laut… –  fürchtete da jemand, es käme keine Begeisterung auf, wenn man die nicht gleich mitliefert?

Wie dem auch sei – als jemand, der Pink Floyd seit Jahrzehnten wahrnimmt, emfpinde ich Delicate Sound Of Thunder nicht als Offenbarung. Was dann zu der entscheidenden Frage führt: Macht das Album trotzdem Spaß? Die Antwort ist: Ja!

Und zwar dann, wenn man es so nimmt, wie Konzerte heute laufen: Ordentlich aufdrehen und nicht zu viel erwarten.

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (No Ratings Yet)

 


Album-Daten

Interpret: Pink Floyd
Titel: Delicate Sound Of Thunder
Genre: Pop
Label: Parlophone UK/Warner Music
Jahr: 2020
Spielzeit: 2.20:50 min
Format: FLAC 96/24 oder MQA
Als Studio Master für 24,00 Euro bei HighResAudio

 




Audio-Setup



Rechner stationär: Mac mini
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > DAC: Straight Wire USB
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Kabel Amp > Koss E90: in-akustik NF-104 Micro Air
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch HD 311 Retro
LS-Kabel: Albedo Air I
Kopfhörer: Koss ESP 950, Bowers & Wilkins P7

Technik-Tuning:
Geräte-Tuning: je 1 Albat Manufacturer Test Chip
Mac-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL1
DAC-Tuning: Hoerwege DAC-Tuning
DAC-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL2
DAC-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (1 St.)
DAC-Tuning: inakustik Referenz High Tech Gel-Absorber
Amp-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (3 St.)
Amp-Tuning: Audio Selection Creaktiv Sound Control Base
Amp-Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Rack-Tuning: Creaktiv Erdungs-Set ci2p
Lautsprecherkabel-Tuning: inakustik Referenz Cable Base
Lautsprecherkabel-Tuning: Albat LMC Loudspeaker Cable Chips
Lautsprecher-Tuning: TritonAudio NeoLev
Stromleisten-Tuning: creaktiv Systems Power-Plug Optimizer Abschlußstecker
An diversen Stellen: biophotone Magic Akasha Sound Chips
Steckerleiste NAS und Router: iFi Audio AC iPurifier

Raum-Tuning:
E-Smog: Kemp Elektronik Schumann Resonanz Plug
Strom: Gigawatt Sicherungs-Automat G-C20A
Strom: Gigawatt Steckdose G-044
Strom: HiFi-Tuning Fremdgeräuschzerstörer & Quantenstecker
Raum: Creaktiv Air Field-Equalizer
Heizkörper: 4 creaktiv Systems TwisterStop Glaslinsen 30 mm klar
Fenster Hörraum: 2 creaktiv Systems TwisterStop Glaslinsen 30 mm klar
Spiegel Bad gegenüber Hörraum: 2 creaktiv Systems TwisterStop Glaslinsen 30 mm klar

Rechner mobil: MacBook
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.11.6 El Capitan
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Beyerdynamic Xelento Remote
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil



Abbildungen: Parlophone UK/Warner Music


icon artikel mailen

Das könnte dich auch interessieren …