Pink Floyd – The Division Bell

pink_floyd-the_division_bell-cover

hrm_logo_15x50Das ist doch mal was: 96 kHz und 24 Bit sind die Parameter, mit denen das erste Pink Floyd Album in Studio-Master-Qualität auf den Markt kommt. Ausgewählt wurde das bei Kritikern eher geschmähte und bei Fans trotzdem sehr beliebte 14. Studioalbum The Division Bell. Eine gute Idee?

Zur Musik ist nicht viel Neues zu berichten: Melodische Rocksongs und -balladen, von Gitarrist David Gilmour geprägt und von Drummer Nick Mason und Keyboarder Rick Wright bewährt begleitet. Mit Klangzitaten aus dem reichen Schatz der langen Pink Floyd-Jahre und einem Grundklang und einer Stimmung, die für Fans gleichbedeutend sind mit zu Hause. Alles äußerst sauber arrangiert und architektonisch präzise aufgebaut und verwoben. Kein Konzeptalbum, keine Revolutionen und keine Überraschungen. Das freut den Fan und langweilt den Kritiker (was sich flächendeckend in anderen Rezensionen nachlesen lässt).

Bleibt die Frage: Gibt es einen akustischen Zugewinn dank Studio Master? Ist er zu hören? Er ist deutlich zu hören, auch gegen eine CD, die Pink Floyd bekanntlich mit Sorgfalt mastern und pressen lässt. Die Transparenz der Studio-Master Einspielung ist in Summe schlicht großartig, ebenso ihre räumliche Auflösung. Ihre Darstellung wirkt äußerst plastisch und liefert eine bestrickende Atmosphäre. Die Musik füllt den Raum fast zum Anfassen präsent und zeigt dabei ein leichtes und unangestrengtes Gesicht.

Allerdings: Warum haben die Label-Granden das letzte Studio-Album der Band The Division Bell und nicht das Erfolgsalbum The Wall gewählt? Anzunehmen ist, dass es um den goldenen Schnitt zwischen Verkaufszahlen und möglichen Rechtsstreitigkeiten ging – The Division Bell ist mit 12 Millionen verkauften Tonträgern das dritterfolgreichste Album von Pink Floyd nach The Wall (30 Millionen ) und Dark Side Of The Moon (50 Millionen). Vor allem aber ist es der einzige zweistellige Millionen-Seller, an dem Roger Waters keine Rechte hat, und mit ihm haben sich David Gilmour und Nick Mason einiges an juristischen Scharmützeln um Aufführungs-, Nutzungs- und Verwertungsrechte geliefert.

Immerhin, ein Anfang ist gemacht, der mit 16 Euro zudem erfreulich günstig ist. Bleibt zu hoffen, dass die Pink Floyd Klassiker The Wall, Animals, Wish You Were Here und Dark Side Of the Moon zügig nachgereicht werden. Da gäbe es gewiss noch viel zu entdecken. Und zu genießen obendrein.

Album-Daten

Titel: The Division Bell
Interpret: Pink Floyd
Genre: Rock
Label: EMI
Jahr: 1994/2014
Spielzeit: 1.06:30 min
Format: FLAC 96/24
Preis: 16,00 Euro
Zu finden bei HighResAudio


Audio-Setup

Rechner: Mac Mini 1,83 GHz Intel Core 2 Duo
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.6 Snow Leopard Server
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 1,7 m
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch Light Style 2
LS-Kabel: Straight Wire Melody

Rechner mobil: MacBook white
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.9 Mavericks
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Bowers & Wilkins P7
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil

Abbildungen: EMI/Columbia Records

You may also like...