OffTrack(s) ’19: Fünf andere Alben – nicht nur zu Weihnachten


 

Variabel: Kinga Głyk – Feelings

hrm_logo_15x50„Ich kann nicht so gut singen, deswegen spiele ich Bass.“ Gut möglich, dass Kinga Głyk kein bisschen übertreibt, wenn sie Ihre Entscheidung für den 4-Saiter begründet, denn auf den Niveau zu singen, auf dem die 22-jähige Polin ihren Fender zupft, ist schon eine hohe Hürde. Und für Bass-Hürden hat Głyk auf jeden Fall Talent – mit Feelings legt sie schließlich ihr viertes Album binnen vier Jahren vor.

Der Album-Titel ist Konzept: Kinga Głyk möchte Gefühle ausdrücken. Mit dem E-Bass. „Inzwischen sind seine Sounds längst zu meiner eigentlichen Sprache geworden, in der ich meine Empfindungen viel intensiver ausdrücken kann“, sagt sie – und spielt los.

Sieben Stücke hat sie alleine, zwei Songs mit ihrem Pianisten und Produzenten Pawel Tomaszewski geschrieben, zwei Titel sind Cover-Versionen mit eigener Note: Lennies Pennies von Lenni Tristano, 5 Cookies von Anomalie, einem Dance Musiker.

Das Album Feelings lässt sich stilistisch nicht in eine Schublade stecken – da gibt es R’n’B-Titel, Funk, freie Improvisation, Passagen, die man besser nicht unter dem Einfluss halozinogener Substanzen verabreichen sollte, ein Genre-Mix par exellance, dessen vebindenede Klammer der Album-Titel stellt: Feelings, Gefühle eben, der Ausdruck von Innerlichkeit mittels Musik als die mitteilsamere Quelle, verglichen mit Sprache als Wort.

Wenn das nichts für Weihnachten ist.

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Album-Daten

Interpret: Kings Głyk
Titel: Feelings
Genre: Jazz
Label: Warner
Jahr: 2019
Spielzeit: 1.28:08 min
Als Flac 96/24 oder MQA für 16,90 Euro bei HighResAudio



Abbildungen: Warner


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