Nach-Ruf: Linkin Park – One More Light Live

Wo ist die Butter? Das neue Live-Album von Linkin Park wirkt etwas blutleer

Wo ist die Butter? Das neue Live-Album von Linkin Park wirkt etwas blutleer



hrm_logo_15x50Einfach ist das nicht: Das Album war eingespielt, dann tötete sich Chester Bennington selbst. Der Hauptsänger nahm sich selbst und Linkin Park die Stimme. Nun ist sie noch einmal zu hören, auf dem posthum veröffentlichten Live-Album One More Light live. Eine gute Idee?

Mit Live-Aufnahmen ist das so eine Sache: Der Druck, den die PA von der Bühne liefert, bilden die wenigsten Anlagen ab, ohne dass es zu Diskussionen um den Bestand des häuslichen Friedens kommt. Und auch sonst können HiFi- und HiEnd-Systeme klanglich meist mehr als die Bühnen-Beschallung. Entsprechend sind die meisten Live-Aufnahmen irgendwie komisch:

Es wird Jubel eingemixt, um Stimmung zu erzeugen. Im Gegenzug ist die Verteilung der Frequenzen weniger ausgewogen als bei Studio-Aufnahmen und das Gesamtgefüge wirkt flacher. Daher stehe ich Live-Alben immer mit gemischten Gefühlen gegenüber.

Linkin Park bildet da keine Ausnahme: Schon Live in Texas war keine akustische Glanzleistung. Und One More Light Live? Miss Sophie hätte gesagt: „The same procedure as every year, James!“

Fein-akustisch ist dieses Live-Album definitiv kein Hammer. Es ist ok, es ist live, aber etwas mehr Körper und Differenzierung wären schon eine Idee gewesen. Selbst Chester klingt in den dramatischen Passagen seltsam schal. Wer mal bei YouTube nach zum Beispiel dem Mitschnitt vom iTunes Festival 2011 sucht und sieht, wie entfesselt er über die Bühne tobte und sich verausgabte, sucht vergeblich nach einer Stelle, auf der das Album diese Dynamik und Aktivität widerspiegelt.

Es ist schade, dass Producer und Band ihrem dürren Album-Sound so treu geblieben sind, dass die Live-Musik so kantig und blutleer daherkommt. Selbst ein Klassiker wie New Divine, dessen Einstieg perfekt auf Druck ausgelegt ist, aalt sich viel zu radiotauglich aus den Boxen.

Schade. Ein Album, das so speziell ist in seiner Bedeutung, hätte ich mir sorgfältiger produziert gewünscht. Für laut hören gehts, für musikalisch hören eher nicht.


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Album-Daten

Titel: One More Light Live
Interpret: Linkin Park
Genre: Rock
Label: Warner Brothers
Jahr: 2017
Spielzeit: 1.07:50 min
Format: FLAC 44,1/24
Preis: 16,50 Euro
Zu finden bei HighResAudio




Audio-Setup



Rechner stationär: Mac mini
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > DAC: Straight Wire USB
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch HD 311 Retro
LS-Kabel: Straight Wire Melody
Kopfhörer: Koss ESP 950, Bowers & Wilkins P7

Technik-Tuning:
Geräte-Tuning: je 1 Albat Manufacturer Test Chip
Mac-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL1
DAC-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL2
DAC-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (1 St.)
DAC-Tuning: inakustik Referenz High Tech Gel-Absorber
Amp-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (3 St.)
Amp-Tuning: Audio Selection Creaktiv Sound Control Base
Amp-Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Rack-Tuning: Creaktiv Erdungs-Set ci2p
Lautsprecherkabel-Tuning: inakustik Referenz Cable Base
Lautsprecherkabel-Tuning: Albat LMC Loudspeaker Cable Chips
Lautsprecher-Tuning: TritonAudio NeoLev
Stromleisten-Tuning: creaktiv Netzstecker mit ci2p-Technologie
An diversen Stellen: biophotone Magic Akasha Sound Chips

Raum-Tuning:
E-Smog: Kemp Elektronik Schumann Resonanz Plug
Strom: Gigawatt Sicherungs-Automat G-C20A
Strom: Gigawatt Steckdose G-044
Strom: HiFi-Tuning Fremdgeräuschzerstörer & Quantenstecker
Raum: Creaktiv Air Field-Equalizer

Rechner mobil: MacBook
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.11.6 El Capitan
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Beyerdynamic Xelento Remote
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil



Abbildungen: Warner Brothers


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