Mit Star-Aufgebot: Eminem – Revival

Auf seinem neuen Album Revival versammelt Eminem allerlei aktuelle Pop-Stars

Auf seinem neuen Album Revival versammelt Eminem allerlei aktuelle Pop-Stars



hrm_logo_15x50Eminem hat ein neues Album herausgebracht. Schon im Dezember. Revival heißt es, hat satte 19 Titel an Bord und läuft 78 Minuten. Das klingt vielversprechend. Theoretisch. Warum?

Eminem macht Hip-Hop. Natürlich. Das Problem mit Hip-Hop ist, dass man in der Regel nach einer Minute die Musik auswendig kann und den Rest vom Text auf dem Klo lesen könnte. Da ist Zeit. Da ist Ruhe. Da ist Muße für Kontemplation. Und man wird nicht länger aus den Lautsprechern mit schimpfender Sprachakrobatik beschossen.

Nun ist es aber so, dass Hip-Hop gar keine Kontemplation will, Motherfucker. Hip-Hop will anderen ans Leder. Wenn nicht gerade mit dicken Autos, Ketten oder Titten geprahlt wird, geht es um den Minischwanz und das Zwergen-Ego der Lutscher-Opponenten, denen natürlich zu jeder Tages- und Nachtzeit der Arsch und anderes mehr aufgerissen wird. Wäre da nicht Eminem.

Der hat sich im aktuellen Album nämlich nicht irgend einen anderen Rapper, sondern den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump vorgenommen. Das ist die republikanische Blondlocke, die die Staaten wie ein Unternehmen aus dem Manchester-Kapitalismus zu führen versucht, dabei möglichst viele Kosten für seine Unternehmens-Kumpels spart und seine Wähler grinsend verarscht, während er Rassismus und Rechtsradikalismus wieder unverhohlen Tür und Tor öffnet und die neue Wahrheit über Twitter jedem geneigten Naivling goutiert.

Eminem empfindet das offenkundig nicht als vorbildlich. Also schreibt er Texte, die er teilweise zusammen mit anderen bekannten Musikern – vorträgt? Vorliest? Rausmeckert? – Hm, vielleicht hätte er das doch nicht machen sollen?

Die musikalische Verstärkung aus dem Chart-Regal singt nämlich richtig: Beyonce, Ed Sheeran, P!nk, Alicia Keys oder Skylar Grey bieten dem einfachen Musik-Liebhaber Momente vokalakustischer Entspannung und ein Rest-Zuhause gegen die Tristesse hip-hoppiger Klangauffassung.

Auf der anderen Seite war es ja nie das Anliegen von Hip-Hop, Omas nächsten Ohrschmeichler zu produzieren. Und Eminem hat mit Phresher oder X Ambassadors auch Kollegen ins Duett-Korsett gestopft. So liegt der Fokus im Wesentlichen weiter auf dem Text, den Eminem pro Stück mit atemberaubendem Tempo und mit zunehmendem Nachdruck ins Mikro bellt, schimpft, empört.

Eingesprengselt in diese Basis ist zum Beispiel ein lustiges Gitarren-Zitat von I Love Rock’n’Roll in Eminems Remind Me. Oder die modifizierte Cover-Version des Corrs-Titels In Your Head. Und allgemein ist der Frequenz-üppige Klang bemerkenswert, der sich von untergründigen Tiefen bis in schrille Höhen spannt und jede Menge Details wie das Papierrascheln im Hintergrund von Walk ON Water.

Was bleibt ist die Frage, ob Eminem seinem eigenen Strahlkraft nicht recht getraut hat, dass er so viele Chartstürmer mit auf sein Album geholt hat. Oder ob er mit ihnen eine breite Masse an potenziellen Zuhörern erreichen wollte, um seine Botschaft zu platzieren, die ja durchaus politisch und mit Blick auf den Auslöser fraglos relevant ist? Oder ob sie alle Eminem zustimmen, sich aber nicht auf ihren eigenen Alben äußern wollten?

Egal. Wer die Musik nicht auf Anhieb mag, kann ja bei lyrics.com die Texte nachlesen. Und einen zweiten Versuch starten. Es könnte sich lohnen.


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Album-Daten

Titel: Revival
Interpret: Eminem
Genre: Hip-Hop
Label: Universal Music
Jahr: 2017
Spielzeit: 1.17:45 min
Format: FLAC 44,1/24
Preis: 17,50 Euro
Zu finden bei HighResAudio




Audio-Setup



Rechner stationär: Mac mini
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > DAC: Straight Wire USB
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch HD 311 Retro
LS-Kabel: Straight Wire Melody
Kopfhörer: Koss ESP 950, Bowers & Wilkins P7

Technik-Tuning:
Geräte-Tuning: je 1 Albat Manufacturer Test Chip
Mac-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL1
DAC-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL2
DAC-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (1 St.)
DAC-Tuning: inakustik Referenz High Tech Gel-Absorber
Amp-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (3 St.)
Amp-Tuning: Audio Selection Creaktiv Sound Control Base
Amp-Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Rack-Tuning: Creaktiv Erdungs-Set ci2p
Lautsprecherkabel-Tuning: inakustik Referenz Cable Base
Lautsprecherkabel-Tuning: Albat LMC Loudspeaker Cable Chips
Lautsprecher-Tuning: TritonAudio NeoLev
Stromleisten-Tuning: creaktiv Netzstecker mit ci2p-Technologie
An diversen Stellen: biophotone Magic Akasha Sound Chips

Raum-Tuning:
E-Smog: Kemp Elektronik Schumann Resonanz Plug
Strom: Gigawatt Sicherungs-Automat G-C20A
Strom: Gigawatt Steckdose G-044
Strom: HiFi-Tuning Fremdgeräuschzerstörer & Quantenstecker
Raum: Creaktiv Air Field-Equalizer

Rechner mobil: MacBook
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.11.6 El Capitan
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Beyerdynamic Xelento Remote
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil



Abbildungen: Universal Music


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