Mit Aha-Effekt: Joonas Haavisto Trio – Oku

Oku ist das dritte Album des Joonas Haavisto Trios – und es ist durchaus ein Ohr wert

Oku ist das dritte Album des Joonas Haavisto Trios – und es ist durchaus ein Ohr wert



hrm_logo_15x50Teils rhythmische, teils melodisch, wunderbar groogvig, routiniert und trotzdem voller Überraschungen – das Album Oku des finnischen Joonas Haavisto Trios ist ein erfreulicher Zeitvertreib in diesen grauen Herbsttagen.

Joonas Haarvisto ist einer der besten finnischen Jazz-Pianisten, und kaum das er in die Tasten greift, steht der Wahrheitsgehalt dieser Aussage außer Zweifel. Sein Trio komplettieren Annti Lötjönen am Bass und Joonas Riipa an den Drums. Auch sie gehören zu der Jazz-Créme Finnlands, und auch hier braucht es nur ein paar Takte, um die möglichen Fragezeichen in „Ah“-begleiteten Ausrufezeichen zu verwandeln.

Oku ist das dritte Album des 1982 geborene Finnen und zeigt eine bestrickende Reife und Freiheit in Personalunion. Es vereint eine breite spanne an Stimmungen. Da ist zum Beispiel Frozen, ein melodisches Stück, das ruhig und sanft dahin zu fließen scheint, dabei aber unterschwellig eine Grundspannung mit sich führt, die aufmerksam bleiben lässt.

Xibalba ist dagegen klar rhythmisch geprägt. In der Spielweise des Trios wirkt es ein bisschen ausgefranst, aber von der chicen Sorte, wo die Fransen farbige Geschichten und nicht bloß routinierte Vernachlässigung erzählen.

Ganz relaxte 6 Minuten gibt es mit Chilling at Shinjuku, dessen ruhiger Grundbeat bei aller Dynamik nie den Überblick verliert und die lebendigen Soli zu freudigen Ereignissen macht, mit denen sich noch angenehmer entspannen lässt.

So ist das Aufwachen beim Auftakt des nachfolgenden Band Wagon umso apokalyptischer, gefühlt natürlich nur, und für den Moment. Tatsächlich ist auch dieses Stück ein virtuos umgesetzter Tonreigen, der Jazz-Klängen den nötigen Herzschlag implementiert und wieder zu einer lebendigen und lebensfrohen Musik macht.

Die acht Stücke auf Oku sind Jazzperlen, jedes aus einer anderen Auster. Die Aufnahme mit eher kargen 44,1 kHz ist dabei so gut aufgenommen und austariert, dass die Instrumente völlig natürlich klingen und geradezu körperlich im Hörraum anwesend sind. Am besten beschreibt den Klang allerdings der Titel des letzten Stückes: When I Fall In Love.


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Album-Daten

Titel: Oku
Interpret: Joonas Haavisto Trio
Genre: Jazz
Label: Helsinki Jazz Underground
Jahr: 2016
Spielzeit: 44:30 min
Format: FLAC 44,1/24
Preis: 15 Euro
Zu finden bei HighResAudio





Audio-Setup



Rechner stationär: Mac mini
Software: Audirvana Plus 2, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > DAC: Straight Wire USB
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Amp-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (4 St.)
Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Boxen: Hans Deutsch HD 311 Retro
LS-Kabel: Straight Wire Melody
Kopfhörer: Koss ESP 950, Bowers & Wilkins P7



Rechner mobil: MacBook
Software: Audirvana Plus 2, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Bowers & Wilkins P7
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil



Abbildungen: Helsinki Jazz Underground



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