Mike Oldfield – Five Miles Out

mike_oldfield_-_five_miles_out_

hrm_logo_15x50Freunde seiner näselnden Gitarre werden schon vorweg frohlocken: Nach Tubular Bells und Crisis kommt mit Five Miles Out ein drittes Mike Oldfield Album als Studio Master Aufnahmen. Mit 96 kHz und 24 bit verspricht das 2,2 Megabyte große Datenpaket im FLAC-Format Ohrenglück vom Feinsten, und das in einer Deluxe Edition. Aber bringt ein Studio Master tatsächlich so viel Zugewinn bei einem Meister der Mitten?

Es bringt, wenn auch manchmal anders als gedacht. Natürlich fehlt das Knistern einer guten alten Vinyl-Scheibe. Und es gibt ein bisschen mehr Dynamik als bei einer CD, zumindest gefühlt. Und der Klang unterscheidet sich nicht dramatisch von den bisherigen Aufnahmen, insbesondere überraschen keine neu zu entdeckenden Bässe und Druckmomente. Was dagegen gewinnt, ist die Detailfülle, und das prächtig. Wie kommt’s?

Zum einen wurden die Mastertapes von Five Miles Out digital neu abgemischt. Und dann spielt die Musik von Mike Oldfiled eben mehr in den Mitten und im Diskant, so dass auch hier der größte Gewinn zu erwarten war. Das äußerst sich in vielfältiger Weise. So gewinnt zum Beispiel die Präzision von Schlagwerk und durch ein Plus an Transienten auch die Rhythmik der Saiteninstrumente. Insgesamt sind die Instrumente transparenter und besser ausdifferenziert. Die 96 kHz und 24 bit der neuen Aufnahme liefern zudem ein paar kleine nette Überraschungen.

Die finden sich besonders gehäuft in dem knapp 25-minütigen Taurus II. Das Stück entstand, nachdem Oldfield und seine Band einen sehr turbulenten Flug über Spanien heile überstanden hatten und es stellt diesen Flug in fast orchestraler Manier dar. Schön sind die Anblasgeräusche der Orgel ab Minute 10. Schon vorher machen sich rund um Minute 7 die Rufe der Tänzer in der hinzu gewonnenen Räumlichkeit hintergründig und authentisch bemerkbar. Und unvermittelt schmunzeln lässt der „Rosanna“ Gesang, der erst in der High-Res Aufnahme als ironisches Stoßgebet durch die Innenlautsprecher des Flugzeugs deutlich wird.

Weniger deutlich sind die Zugewinne in den Live-Aufnahmen, denen das Album sein „Deluxe Edition“ verdankt. Sie machen 8 der insgesamt 15 Titel aus und beginnen mit Tubular Bells Part One, gefolgt von Sheba, Mirage, Familiy Man, Taurus II, Mount Teidi, Five Miles Out und Guilty. Zugestehen muss man allerdings auch Ihnen überraschende Räumlichkeit und Transparenz, bis hin zum Applaus, der wie von unten zu kommen scheint und den Zuhörer vorne auf die Bühne platziert. Oldfield zum Anfassen, quasi.

Dass Oldfield sein Album Five Miles Out als Studio Master neu aufgelegt hat, ist für Fans erfreulich, ebenso für Freunde des Klassik- und Pop-Rock. Die verspielten und vielfältigen Arrangements und Instrumentierungen kommen in der High-Res Aufnahme transparent und deutlich zur Geltung und schaffen ein wunderbar unangestrengtes Hörvergnügen.


Album-Daten

Titel: Five Miles Out
Interpret: Mike Oldfield
Genre: Rock
Label: Universal Music / Mercury
Jahr: 1982/2013
Spielzeit: 2.17:39 min
Format: FLAC 96/24
Preis: 21,00 Euro
Zu finden bei HighResAudio


Audio-Setup

Rechner: Mac Mini 1,83 GHz Intel Core 2 Duo
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.6 Snow Leopard Server
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 1,7 m
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch Light Style 2
LS-Kabel: Straight Wire Melody

Rechner mobil: MacBook white
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.9 Mavericks
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Bowers & Wilkins P7
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil


Abbildungen: Society of Sound

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