Meditativ: Gary Peacock – Tangents

Kleines Klängewunder: Das Album Tangents des Gary Peacock Trios

Kleines Klängewunder: Das Album Tangents des Gary Peacock Trios



hrm_logo_15x50Meditativ. Der Eindruck ist unmittelbar da. Eine Einladung zu lauschen. Zuzuhören und einzutauchen in die Klänge und die in der Luft schwebende Rhythmik. Leicht und befreit von körperhaftem Ballast erbaut das Gary Peacock Trio mit seinem jüngsten Album Tangents eine 53-minütige Atempause.

Tangents – lieber antiseptische Tangenten oder spürbare Berührungslinien? Die akustischen Instrumente votieren für letzteres: Peacocks Kontrabass, Marc Coplands Piano und Joey Barons Schlagzeug sind in überzeugender Klangfülle und Authentizität präsent. Und auch in der Musik, im Zusammenspiel, im Einander-Hören.

Manches Stück wirkt wie eine spontane Klangcollage. Zum Beispiel Cauldron. Auch Contact ist fragmentarische Unterhaltung zwischen den Blue-Notes. Aber – der Zauber des virtuose Jazz? – dennoch gebunden.

Die Musiker scheinen das gesamte Album über miteinander zu spielen, in jeglicher Hinsicht. Harmonisches miteinander. Einander neckendes, provozierendes, antreibendes Miteinander. Klang auslotendes Miteinander. Eine Schublade findet sich schwer, und das ist auch gut so. Wobei…

Plötzlich ist sie da. Vertraute Melodik, gebundenes Spiel. Spartacus heißt der erste von zwei Überraschungs-Gästen auf dem Album. Oder doch eher Atempause? Die Wahrnehmung hängt gewiss an der Präferenz des Zuhörers. Es muss und es soll aber auch nicht durchgängig anstrengend, fordernd, non-konform sein. Schon allein, weil Kontraste die Musik noch lebendiger machen.

Zweiter Überraschungsgast ist Blue in Green, das wie die erste Harmonie-Pause Bill Evans zugeschrieben wird. Mit dem hat Peacock in frühen Jahren zusammen gespielt, als er den Bass (auch) als Melodie-Instrument im Jazz etablierte.

Die Aufnahme ist ECM-typisch hervorragend gemischt. Luftig, aber nicht ausufernd oder sphärisch weit. Präzise, aber nicht buchhalterisch. Und authentisch ist sie, in jedem Klangdetail, vom Volumen des Basses über die Rims und Sticks und frequenzreichen Becken bis zum tröpfelnden Piano-Anschlag.

Schön, dass es so etwas schönes gibt.


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Album-Daten

Titel: Tangents
Interpret: Gary Peacock Trio
Genre: Jazz
Label: ECM
Jahr: 2017
Spielzeit: 53:05 min
Format: FLAC 96/24
Preis: 17,50 Euro
Zu finden bei HighResAudio




Audio-Setup



Rechner stationär: Mac mini
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > DAC: Straight Wire USB
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch HD 311 Retro
LS-Kabel: Straight Wire Melody
Kopfhörer: Koss ESP 950, Bowers & Wilkins P7

Technik-Tuning:
Geräte-Tuning: je 1 Albat Manufacturer Test Chip
Mac-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL1
DAC-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL2
DAC-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (1 St.)
Amp-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (3 St.)
Amp-Tuning: inakustik Referenz High Tech Gel-Absorber
Amp-Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Lautsprecherkabel-Tuning: inakustik Referenz Cable Base
Lautsprecherkabel-Tuning: Albat LMC Loudspeaker Cable Chips
Lautsprecher-Tuning: TritonAudio NeoLev

Raum-Tuning:
E-Smog: Kemp Elektronik Schumann Resonanz Plug
Strom: Gigawatt Sicherungs-Automat G-C20A
Strom: Gigawatt Steckdose G-044

Rechner mobil: MacBook
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.11.6 El Capitan
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Beyerdynamic Xelento Remote
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil



Abbildungen: ECM


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