Vorbilder: Mark Kelly – Marathon

Marathon heißt das Album, das Marillion-Keyboarder Mark Kelly jetzt vorgestellt hat
Marathon heißt das Album, das Marillion-Keyboarder Mark Kelly jetzt vorgestellt hat

 

hrm_logo_15x50 Nein, er gehört nicht zur Kelly Family. Immerhin das ist eine gute Nachricht. Stattdessen ist Mark Kelly vor allem als der Keyboarder von Marillion bekannt. Jetzt hat er sich ein Solo-Album gegönnt: Marathon heißt es. Und ist – tja…

Warum „tja…“? Marathon ist kein schlechtes Album, nicht dass mich hier jemand falsch versteht. Es ist technisch versiert eingespielt, mit toller Akustik abgemischt und auch musikalisch durchaus gesellschaftsfähig. Die Kritik feiert es sogar als gutes Prog-Rock-Release, wobei ich mich frage, warum das Prog-Rock sein soll. Und auch sonst verstehe nicht die Feierei ganz. Das hat zwei Gründe:

  1. Kelly ist Keyboarder von Marillion, und ich mag Marillion sehr gerne. Und darum mag ich es nicht so sonderlich, dass Kellys Album irgendwie auch immer mal nach Marillion klingt. Das ist halbemanzipiert oder auf Absatzplus komponiert. Beides ist, finde ich, musikalisch zu wenig.
  2. Der andere Haken ist ähnlich gelagert: Genesis ist hier das Schlüsselwort, denn manches erinnert (oder ist eine Hommage?) an alte 1970-er Genesis-Alben wie The Lamb Lies Down on Broadway. Das ist fast 50 Jahre her und unnötig angestaubt.

Dass mehr geht, zeigt Kelly auf Marathon durchaus. Da ist zum Beispiel Whisteling at the Sea, Teil 2 der dreiteiligen Mini-Suite Amelia, das sich als nette Ballade ins Ohr wellt. Oder Puppets, mit 7:16 Minuten das längste Stück auf Marathon, das etwas rockiger aufspielt und auch über die lange Strecke den Faden nicht verlieft. Es geht also durchaus.

Auch Trails of Tears, das einzige Stück im 7/4-Takt, ist spannend. Allerdings folgt es schon deutlich Marillions Spuren. Und der Song  ist als Teil 3 von Twenty Fifty One, der anderen, Mini-Suite des Albums, sogar in eine vierteilige Konzept-Komposition eingebettet. Die klingt noch viel mehr nach Marillion, aber dann doch nicht so sehr, dass sie damit  überzeugen würde. Wobei – klänge sie wie Marillion, wäre sie nicht mehr Mark Kelly, und das wäre noch weniger gut.

Damit bleibt ein schales Gefühl. Nicht Fish, nicht Fleisch, sondern irgendwo dazwischen. Zwar kein schlechtes Album (und für sich genommen sogar recht gut), doch all diese Echos, die jedem auffallen, der ein paar Jahrzehnte Musikgeschichte in den Ohren hat, verweisen auf Vorbilder, die aber nicht erreicht werden. Der Grund ist klar: Das Original ist halt das Original. Oder anders gesagt:

Da, wo Mark Kellys eigene Handschrift am deutlichsten ist, ist Marathon am besten. Die Stellen – s.o.– gibt es auch. Zum Glück.

 

 

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Album-Daten

Interpret: Mark Kelly
Titel: Marathon
Genre: Rock
Label: ear Music/EDEL
Jahr: 2020
Spielzeit: 43.46 min
Format: FLAC 48/24
Als Studio Master für 10,00 Euro bei HighResAudio

 

 

Audio-Setup



Rechner stationär: Mac mini
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > DAC: Straight Wire USB
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Kabel Amp > Koss E90: in-akustik NF-104 Micro Air
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch HD 311 Retro
LS-Kabel: Albedo Air I
Kopfhörer: Koss ESP 950, Bowers & Wilkins P7

Technik-Tuning:
Geräte-Tuning: je 1 Albat Manufacturer Test Chip
Mac-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL1
DAC-Tuning: Hoerwege DAC-Tuning
DAC-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL2
DAC-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (1 St.)
DAC-Tuning: inakustik Referenz High Tech Gel-Absorber
Amp-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (3 St.)
Amp-Tuning: Audio Selection Creaktiv Sound Control Base
Amp-Netzkabel: in-akustik AC-1204 AIR Netzkabel
Rack-Tuning: Creaktiv Erdungs-Set ci2p
Lautsprecherkabel-Tuning: inakustik Referenz Cable Base
Lautsprecherkabel-Tuning: Albat LMC Loudspeaker Cable Chips
Lautsprecher-Tuning: TritonAudio NeoLev
Stromleisten-Tuning: creaktiv Systems Power-Plug Optimizer Abschlußstecker
An diversen Stellen: biophotone Magic Akasha Sound Chips
Steckerleiste NAS und Router: iFi Audio AC iPurifier

Raum-Tuning:
E-Smog: Kemp Elektronik Schumann Resonanz Plug
Strom: Gigawatt Sicherungs-Automat G-C20A
Strom: Gigawatt Steckdose G-044
Strom: HiFi-Tuning Fremdgeräuschzerstörer & Quantenstecker
Raum: Creaktiv Air Field-Equalizer
Heizkörper: 4 creaktiv Systems TwisterStop Glaslinsen 30 mm klar
Fenster Hörraum: 2 creaktiv Systems TwisterStop Glaslinsen 30 mm klar
Spiegel Bad gegenüber Hörraum: 2 creaktiv Systems TwisterStop Glaslinsen 30 mm klar

Rechner mobil: MacBook
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.11.6 El Capitan
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Beyerdynamic Xelento Remote
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil



Abbildungen: ear Music/EDEL


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