Maps – Vicissitude

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hrm_logo_15x50Blöd für den iTunes-Shop: Die Society of Sound, der Musikclub, den Bowers & Wilkins gemeinsam mit Peter Gabriel initiiert hat, beschert seinen Mitgliedern ein brandneues Album in 44.1 kHz / 24 bit und mit vier Extra-Tracks. Und: Es ist kein Klassik-Schinken, sondern frischer Elektro-Pop von dem britischen Musiker James Chapman, besser bekannt als Maps.

Das Album, das am 5. Juli in die Läden kam, ist auch gleich die Pop-Lieferung im Juli-Album-Duo der Society of Sound. Nur dass es von etwas besserer Klanggüte ist, als eine CD, denn der britische Musikclub liefert den britischen Clubmusiker mit 24bit/44,1 kHz als FLAC-Download aus. Und: Die Toningenieure Ken Thomas, der auch für die Sugarcubes und Sigur Ros arbeitet, und Jolyon Thomas haben die Files für High-Res Wiedergabe exzellent abgemischt.

Die edlen Pop-Perlen von Maps sind durchdachte und mit sicherem Gefühl arrangierte Klanggebäude voller fein ziselierter Details. So wird praktisch jeder der 14 Songs zu einer akustischen Entdeckungsreise, die noch genussvoller wird, weil Maps per se gerne etwas akustischen Spektrums auslässt, um über Kopfhörer Ohrenspaß zu erzeugen – oder Spaß, der subversiv an den Eingeweiden rüttelt, beispielsweise in Build to Last, wenn sich die Anlage austoben darf.

Langeweile kommt auch sonst nicht auf. Denn unter dem Genre-Sticker Elektro-Pop vereint Maps eine ganze Reihe von Stilen: Das Eröffnungsstück A.M.A. erinnert an klassischen Synthie-Pop. You Will Find A Way würde wohl zum Trance-Pop sortiert. Dagegen landete I Heard Them Say eher in der Rubrik Dark-Disco. Und wer jetzt aalglatte 4-Takter erwartet, sollte ein Ohr in den Titelsong werfen: Vicissitude hat neben eingängiger Grundstimmung im Unterbau einiges an munterer perkussiver Rhythmik versteckt.

Insgesamt vier Jahre liegen zwischen dem letzten und dem aktuellen Album von Maps. Zeit, die der Musiker aus Northampton weidlich genutzt hat, seine Stücke feinzuschleifen und durchzupolieren. Und es hat sich gelohnt – insbesondere durch die High-Res Files, denn sie bieten noch mehr Räumlichkeit, Offenheit, Transparenz und Detailfülle als die ohnehin schon luftigen CD-Files. Außerdem bringt die SoS-Ausgabe des Albums vier Extra-Stücke mit, die es auf dem landläufig gehandelten Album nicht gibt. Dazu gehören neben Remix-Verionen von Build to Last und I Heard Them Say bei beiden Songs As I Can See und Resurgence. Wer High-Res mit moderner Musik genießen möchte, hat mit Vicissitude ein weitere Argument bekommen, einen Blick auf die Sociecty of Sound werfen.

Album-Daten

Album: Vicissitude
Interpret: Maps
Genre: Pop/Electro Pop
Label: Society of Sound
Jahr: 2013
Spielzeit: 55:07 min
Format: FLAC 44,1/24
Preis: Im Jahresabo für 40 Euro enthalten
Zu finden bei Society of Sound

Audio-Setup

Rechner: Mac Mini 1,83 GHz Intel Core 2 Duo
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.6 Snow Leopard Server
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 1,7 m
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch Light Style 2
LS-Kabel: Straight Wire Melody

Rechner mobil: MacBook white
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.9 Mavericks
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Bowers & Wilkins P7
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil


Abbildungen: Society of Sound

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