Jan Lundgren Trio – Flowers Of Sendai – Review

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hrm_logo_15x50In der Literatur heißt es, im Grund sei alles schon geschrieben worden, nur nicht von jedem. Im Jazz kommt einem manchmal ähnliches in den Sinn: Es ist schon alles gespielt worden, nur noch nicht von jedem. Das jüngste Beispiel heißt Flower Of Sendai und ist vom Jan Lundgren Trio.

Für Flower Of Sendai hat sich der schwedische Pianist mit Mattias Svensson am Bass und Zoltan Csörsz Jr. am Schlagzeug zum Trio verstärkt. Die insgesamt zehn Stücke sind hervorragend eingespielt, sehr dynamikfreundlich abgemischt, mit kompakter, natürlicher Räumlichkeit und lebensechtem Klang.

Ein Zeugnis gemeinsamer Spielfreude ist Transcendence, komponiert von Bassist Svensson. Es ist munter, verteilt den akustischen Raum fair über die beteiligten Instrumente und spielt mit Rhythmik und Dynamik wie ein Weckruf. Auch Mulgrew – ebenfalls von Svensson – ist ein Stück, dass zum Zuhören reizt. Ebenso Man In The Fog, das sachte durch die Akkorde perlt und mit spannenden Harmonien reizt. Aber der Rest?

Jan Lundgren ist als Pianist hoch gelobt, das Album Mare Nostrum mit Richard Galliano und Paolo Fresu verkaufte sich allein in Deutschland mehr als 10.000 mal und wurde vergoldet. Das Soloalbum Man In the Fog machte er Norddeutsche Rundfunk zur CD der Woche. Für Flower Of Sendai erwarte ich das eher nicht.

Flower Of Sendai ist technisch perfekt, aber mit zu wenigen ernsthaften Überraschungen. Weit überwiegend sprudelt Gefälligkeitsmusik aus den Lautsprechern. Das ist langweilig und berechenbar. Es scheint, als habe Lundgren sich und seinem Trio diese Mal freundlichen Barjazz mit Hang zu Piano-Trällern und Klaviaturläufen verordnet. Das ist schade.



Album-Daten

Name – Flower Of Sendai
Interpreten – Jan Lundgren Trio
Label – Bee Jazz
Jahr – 2014
Spielzeit – 50:49 min
Format – FLAC 96/24
Preis – 16,00 Euro
Zu finden bei HighResAudio



Audio-Setup

Rechner: Mac Mini 1,83 GHz Intel Core 2 Duo
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.6 Snow Leopard Server
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 1,7 m
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch Light Style 2
LS-Kabel: Straight Wire Melody

Rechner mobil: MacBook white
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.9 Mavericks
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Bowers & Wilkins P7
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil


Abbildungen: BeeJazz

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