Historisch: David Gilmour – Live At Pompeii

Atmosphärisch vor historischer Kulisse: David Gilmour - Live At Pompeii

Atmosphärisch vor historischer Kulisse: David Gilmour – Live At Pompeii



hrm_logo_15x50Was muss das für ein Gefühl gewesen sein. Nach 45 Jahren wiederzukehren. In einem fast 2000 Jahre alten Amphitheater zu spielen. In einer Ruinenstadt. Aber dieses Mal mit Publikum. Die ersten Live-Darbietungen seit ebenfalls fast 2000 Jahren. Und was muss es für ein Gefühl gewesen sein, zu den insgesamt 7500 Fans gehört zu haben, die eines der drei Live-Konzerte genießen durften.

Wer es verpasst hat – und das werden die meisten Fans von David Gilmour und Pink Floyd gewesen sein – kann es immerhin nachhören. Auf einer Doppel-CD, die jetzt erschienen ist: David Gilmour – Live At Pompeii.

Als Gilmour 1971 das erste Mal in Pompeji spielte, was das für ein Filmprojekt und zusammen mit Pink Floyd. Die Stadt, die 79 nach Christi durch einen Ausbruch des Vesuvs vollständig verschüttet und erst im 18. Jahrhundert wieder entdeckt wurde, diente dabei als Kulisse, und das auch nur für drei Songs: A Saucerful Of Secrets, Echoes und One Of These Days.

One Of These Days spielte Gilmour auch auf den Live-Konzerten jetzt. Der Rest ist eine Mischung aus Titeln seines jüngsten Albums Rattle That Lock, dessen Vorgänger On An Island und Titeln aus diversen Pink Floyd Alben, darunter The Wall, Wish You Were Here, Dark Side Of The Moon und Atom Heart Mother. Eine musikalische Zeitreise in einer akustischen Zeitkapsel, sozusagen.

Und der Klang? Es ist Live, daran besteht kein Zweifel. Denn überall jubelt Publikum. Die Atmosphäre stimmt also schon mal. Und die Musik?

Die ist luftig, das muss man dem Album lassen. Für die Live-Aufnahme eines Rock-Konzerts liefert Live At Pompeii sehr viel Raum, Offenheit und Transparenz. Die Bühne passt und auch die räuliche Trennung von Publikum und Musikern. Dabei mangelt es nicht an Dynamik und Bumms, die bei Rock auch wichtig sind. Und dann die Gitarrensoli…

Manchmal vergaloppiert sich die Band aber auch, zu der außer Gilmour kein weiteres Pink Floyd Mitglied gehörte. One Of These Days wird so zu einer diskantschwangeren akustischen Absonderung, der Drive und Punch völlig abgehen und dessen direkte Griffigkeit in einem sphärischen Allerlei aufgelöst ist. Auffällig ist auch, dass die Becken, die bei Nick Mason groß und füllig klangen, in Stücken wie Money seltsam ausgedünnt wirken.

Wobei es deutliche Unterschiede bei der Wiedergabe über Lautsprecher mit adäquatem Pegel und Kopfhörern gibt. Direkt auf die Ohren gedrückt, zeigt das Album weniger Substanz als frei in die Luft geblasen. Und da ist Rock ja eh am besten Aufgehoben. Also:

Aufgedreht und ab in die nächste Runde. Besonders, wenn man nicht zu den ausgewählten 7500 gehörte…


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Album-Daten

Titel: Live At Pompeii
Interpret: David Gilmour
Genre: Rock
Label: Smi Col (Sony Music)
Jahr: 2017
Spielzeit: 2h 28min
Format: AIFF 44,1/16 (Doppel-CD)
Preis: 17,99 Euro
Zu finden bei Amazon




Audio-Setup



Rechner stationär: Mac mini
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > DAC: Straight Wire USB
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch HD 311 Retro
LS-Kabel: Straight Wire Melody
Kopfhörer: Koss ESP 950, Bowers & Wilkins P7

Technik-Tuning:
Geräte-Tuning: je 1 Albat Manufacturer Test Chip
Mac-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL1
DAC-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL2
DAC-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (1 St.)
DAC-Tuning: inakustik Referenz High Tech Gel-Absorber
Amp-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (3 St.)
Amp-Tuning: Audio Selection Creaktiv Sound Control Base
Amp-Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Lautsprecherkabel-Tuning: inakustik Referenz Cable Base
Lautsprecherkabel-Tuning: Albat LMC Loudspeaker Cable Chips
Lautsprecher-Tuning: TritonAudio NeoLev

Raum-Tuning:
E-Smog: Kemp Elektronik Schumann Resonanz Plug
Strom: Gigawatt Sicherungs-Automat G-C20A
Strom: Gigawatt Steckdose G-044

Rechner mobil: MacBook
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.11.6 El Capitan
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Beyerdynamic Xelento Remote
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil



Abbildungen: Smi Col (Sony Music)


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