Heiß: Beth Hart & Joe Bonamassa – Black Coffee

Gute Mischung: Black Coffee von Beth Hart und Joe Bonamassa bringt frisches Aroma in Soul- und Bluesklassiker

Gute Mischung: Black Coffee von Beth Hart und Joe Bonamassa bringt frisches Aroma in Soul- und Blues-Klassiker



hrm_logo_15x50Man nehme: Eine Bluesrock-Röhre. Eine Gitarren-Ikone. Ein Dutzend Soul-Klassiker. Mut, Chuzpe und ein Studio. Schon ist die Mischung fertig, die bluesige Soul-Nummern mit Rock-Feel aus den Lautsprechern treibt. Leider erst ab dem 26. Januar 2018. Reinhören können wir aber schon jetzt:

Black Coffee hat Charme, ohne Frage. Das liegt zum einen natürlich an den beiden Hauptcharakteren, der sehr schwarz klingenden Blues-Sängerin Beth Hart und dem praktisch immer entfesselten Gitarristen Joe Bonamassa. Zweckdienlich ist gewiss auch die sehr erlesene Begleitband wie auch ein erfahrener Produzent, in diesem Fall Kevin „The Caveman“ Shirley. Hilfreich waren aber vermutlich noch andere Dinge, allen voran die Produktionsbedingungen:

Das Album wurde im August 2016 innerhalb von nur fünf Tagen im At The Palms Studio in Las Vegas aufgenommen. Genutzt wurde das althergebrachte Verfahren knackiger Alben: Rein ins Studio, losspielen und wehe es passt nicht. Also passt es, denn so ein Recording endet fast immer wie live gespielt, und da passt es eh immer. Na gut, meist…

Beim Opener Give It Everything You Want hat es in jedem Fall geklappt. Produzent Shirley fügt hinzu: „Die Band spielte den Song live. Sie kamen einfach ins Studio und spielten, also hätten sie nie etwas anderes getan. Ich habe nicht viele Songs erlebt, die so einfach von der Hand gingen wie dieser. Wir brauchten nur einen Take.“

Joy, im Original von Lucinda Williams hat einen unwiderstehlich kehligen Groove. “Für diesen Track jammte die Band unglaublich lange und laut im Studio. Die Energie, die dabei entstand, ist auch auf der Platte zu hören. Ich liebe es“, freut sich Shirley.

Der Titelsong Black Coffee tritt rockig auf, so dunkel und belebend, wie das ein schwarzer Kaffee halt kann. Die Rhythmusgruppe um Anton Fig am Schlagzeug und Bassist Michael Rhodes schiebt schon laid back, während Hart groovig den Text schmettert.

Sanftere Töne gibt es bei Lullaby Of The Leaves, im Original von Ella Fitzgerald, die es zuerst auf ihrem Album Hello Dolly 1964 veröffentlichte. Hart und Bonamassa erhalten den bluesigen Charakter, unterlegen ihn aber mit dickeren Klängen und einem rockigen Solo. Dazu fließt das Stück gefällig durch die Hörzeit und bietet charmante Entspannung, als kleine Verschnaufpause sozusagen.

Im Auftakt gleichfalls sehr bluesig kommt Damn Your Eyes daher, im Original von Etta James auf ihrem Album Seven Year Itch 1988 veröffentlicht. Als schwelend beschreibt der Pressetext die Interpretation, und der Begriff passt erstaunlich gut. Die gesamten 4.34 Minuten bewegt sich die Musik unter Hochspannung, während sich Hart die Seele aus dem Leib röhrt. Eine der ergreifendsten Einspielungen dieses Songs, die ich kenne.

Auf der anderen Seite des Mischpults wurde ebenfalls ganze Arbeit geleistet: Der Gesamtklang ist passend zum Ziel, eine eigenständige Interpretation der Klassiker zu liefern, rund, fett und warm. Schön ist neben der wohlsortierten Bühne die Transparenz der Aufnahme, die selbst in CD-Qualität schon viel Detail bietet.

In Summe ist Black Coffee ein rundum gelungenes Album, das Spaß macht. Einziger Wermutstropen: Zu haben ist es erst ab dem 26. Januar 2018. Zum Glück lässt es sich schon vorbestellen.


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Album-Daten

Titel: Black Coffee
Interpret: Beth Hart & Joe Bonamassa
Genre: Blues/Rock
Label: Provogue / Mascot Label Group / Rough Trade
Jahr: 2018 (erscheint am 26. Januar 2018)
Spielzeit: 44:44 min
Format: AIFF 44,1/16 (CD)
Preis: 15,96 Euro
Als CD bei Amazon




Audio-Setup



Rechner stationär: Mac mini
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > DAC: Straight Wire USB
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch HD 311 Retro
LS-Kabel: Straight Wire Melody
Kopfhörer: Koss ESP 950, Bowers & Wilkins P7

Technik-Tuning:
Geräte-Tuning: je 1 Albat Manufacturer Test Chip
Mac-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL1
DAC-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL2
DAC-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (1 St.)
DAC-Tuning: inakustik Referenz High Tech Gel-Absorber
Amp-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (3 St.)
Amp-Tuning: Audio Selection Creaktiv Sound Control Base
Amp-Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Rack-Tuning: Creaktiv Erdungs-Set ci2p
Lautsprecherkabel-Tuning: inakustik Referenz Cable Base
Lautsprecherkabel-Tuning: Albat LMC Loudspeaker Cable Chips
Lautsprecher-Tuning: TritonAudio NeoLev
An diversen Stellen: biophotone Magic Akasha Sound Chips

Raum-Tuning:
E-Smog: Kemp Elektronik Schumann Resonanz Plug
Strom: Gigawatt Sicherungs-Automat G-C20A
Strom: Gigawatt Steckdose G-044
Strom: HiFi-Tuning Fremdgeräuschzerstörer & Quantenstecker
Raum: Creaktiv Air Field-Equalizer

Rechner mobil: MacBook
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.11.6 El Capitan
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Beyerdynamic Xelento Remote
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil



Abbildungen: Provogue / Mascot Label Group / Rough Trade



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