Handliche Klangmeister: Abacus C-Box 2 im Test


abacus c-box 2

Allgemeines

hrm_logo_15x50Klein aber oho – das verspricht Hersteller Abacus mit Blick auf seine Abacus C-Box 2. Die kleine Aktivbox passt prima ins Regal und soll aufspielen wie eine große: Transparent , detailreich und mit Nachdruck bis in die Tiefen. Stimmt, jedenfalls bedingt. Denn die Baugröße mit ihrem limitierten Gehäusevolumen beschränkt natürlich auch die tiefen Frequenzen. Dafür bietet der Hersteller eine sonst kaum zu findende Farbvielfalt schon von der Stange, zwei Verlauflackierungen eingeschlossen.

Lieferumfang

Neben den Boxen an sich liegen jedem Abacus C-Box Paar zwei Netzkabel mit Eurostecker auf C7-Kleingeräte-Anschluss bei. Eine Bedienungsanleitung komplettiert das Paar.

Anschlüsse

abacus_c-box-2_anschluesse-3-2abacus_c-box-2_anschluesseStatt Terminals gibt es bei der Abacus C-Box 2 vergoldete Cinch-Buchsen für die Zulieferung der Audiosignale. Damit diese kommuniziert werden können, ist noch ein C7-Einbaustecker an Bord. Damit lassen die Kleinen dann gehörig die Post abgehen.

Technik

abacus_c-box-weiche-3-3Die Abacus C-Box ist eine Aktivbox mit eigener Lautstärke-Regelung. Leider ist der Knopf zum Drehen recht klein, so dass manchmal schwierig ist, gerade bei leiser Wiedergabe die korrekte Balance zwischen den Boxen herzustellen. Ein größerer Knopf böte hier mehr Sicherheit, nähme aber zu viel Platz weg, wenn auch der Regler für den Bass-Equalizer in der selben Größe ausgeführt würde. Um ihrem High-End Anspruch gerecht zu werden, liefert eine Aktive Frequenz-Weiche die Töne an die Lautsprecher, einen Tiefmitteltöner mit 100 mm Konus und einen 25,4 mm Neodym-Ringstrahler für die Höhen. Lautstärke und Bass-Klang können über stufenlose Potenziometer verstellt werden. Dazu ist die Box zu 100 Prozent EMK-geregelt, die vom Bass induzierte Gegenspannung wird hierbei mit dem Originalsignal abgeglichen und neutralisiert, was zu trockenerer Basswiedergabe mit geringeren Interferenzen führt.

Klang

abacus_c-box-2_regler-3-3-2Der Grundklang der C-Box ist sehr transparent. Für ihre Größe bietet sie eine toll luftige Weite. Die Staffelung von Musikern auf der Bühne ist gut. Höhen und Mitten gibt die C-Box 2 kristallklar wieder, Bässe teilt sie ebenfalls mit, wo verlangt auch mit Druck, nur fehlt ihr das Volumen, um die Erde direkt vor Ort beben zu lassen. Ironischer Weise bebt diese dann zwei Räume weiter, weil die tieffrequenten Schallwellen linear bis herunter zu 20 Hertz durchaus abgegeben werden und sich verbreiten. Klassische Musik, Akustik-Jazz und andere von natürlichen Schallquellen geprägte Aufnahmen meistert das C-Box Pärchen souverän und mit angenehmem Timbre. Aufnahmen mit extremen Tiefen und Stakkato-Bass, wie sie bei Rock und Metal zu finden sind, freuen sich über Platz, um sich austoben und um wirken zu können, und ebenso über einen eher warm abgestimmten DAC wie den Peachtree Audio iDac.

Kabel und Klang

Wer den Einfluss eines Cinch-Kabels auf die Performance der gespielten Musik erfahren möchte, findet in der C-Box 2 einen kompetenten Partner, auch wenn das nicht ihr Primärzweck ist. Denn die C-Box 2 reagiert sehr sensibel auf die verwendeten Kabel, so dass sich ihr Klang durch diese auch steuern lässt. Während sie mit den Aqvox Cinch-Kabel eine eher kühl-neutrale Performance bietet, was bei detailreicher Musik und ehedem warmen Aufnahmen wie Klassik, Chor und Akustik-Jazz recht charmant klang, war die Wiedergabe über die Straigh Wire Cinch Kabel runder und voller, was insbesondere U-Musik gut anstand.

Fazit

Mit der C-Box 2 bietet Abacus eine der besten und zugleich günstigsten Kleinboxen auf dem Markt an. Ihr Klang ist gemessen an ihrer Größe sehr gut, sie performen munter und mit Akkuratesse, ohne es an Raum und Musikalität fehlen zu lassen. Ihr Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr gut, ihr Format praktisch überall unterzubringen und ihre Farbauswahl zum Grundpreis hebt sich angenehm vom schwarz-weiß vieler andere Boxen ab.

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Produktdaten

Hersteller: Abacus Electronics
Modell: C-Box 2
Typ: Regalbox
System: 2-Wege Box
Besonderheit: Aktivbox, Bass-Equalizer, 1/4″ Fotogewinde im Boden
Anschluss: 1 x Cinch (Audiosignal), 1x Kleingeräteanschluss (Strom)
Nennbelastbarkeit: 25 Watt
Nennimpedanz: ca. 10 Ohm
Frequenzgang: 35 – 20.000 Hz
Maße: 13,2 x 13,2 x 20,6 cm
Gewicht: 2,2 kg/Stück
Preis (Paar): 490,00 Euro
Hersteller-Website: www.abacus-electronics.de
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Test-Setup

Rechner: Mac Mini 1,83 GHz Intel Core 2 Duo
DAC: Cambridge Audio DacMagic Plus, Peachtree Audio iDac
Kabel Mac > Dac: Straight Wire USB, Aqvox High-End USB-Audiokabel 1,7 m
Kabel Dac > Box: Straight Wire Expressivo Cinch, Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Software: Audirvana Plus
Betriebssystem: OS X 10.6 Snow Leopard Server


Musik-Zusammenstellung (Auszug)

_ Audio – Digital Master I (ALAC 44/16)
_ Audio – Digital Master II (ALAC 44/16)
_ Brahms – Violinen-Konzert D-Dur Op. 77, Scottish Chamber Orchestra (FLAC 24/96)
_ John Metcalfe – Appear (The Appearance of Colour; FLAC 24/48)
_ Gillian Weir – Moderne (Poulenc Concerto for Organ; FLAC 24/88,2)
_ Miles Davis – Potia (Tutu; FLAC 24/192)
_ Samuel Yirga – Abet Abet [Punt Mix] (Guzo; FLAC 24/48)
_ Fiona Apple – Sleep To Dream (Tidal; FLAC 16/44,1)
_ Bob Marley – Is This Love (Kaya; FLAC 24/96)
_ Stone Sour – Red City (House of Gold and Bones Part 2; FLAC 24/96)
_ Joe Jackson – The Verdict (Body and Soul; FLAC 16/44,1)
_ A Guy Called Gerald – Silent Sound Spread Spectrum (FLAC 24/96)


Abbildungen: Abacus, HighResMac

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