Groovemaster: Marcus Miller – Laid Black

Bewährt groovig: Marcus Miller jüngstes Werk Laid Black

Bewährt groovig: Marcus Miller jüngstes Werk Laid Black



hrm_logo_15x50Das erste Mal auf Marcus Miller aufmerksam geworden bin ich, als ich Tutu von Miles Davis hörte und wir munter zu diskutieren begannen, ob das denn noch Davis sei oder eben jener Marcus Miller, der kräftig in der Gestaltung des Albums mitgewirkt hatte. Seit dem verfolge ich den New Yorker Bassisten, der den relaxten Groove im Jazz heimisch gemacht hat. Das bestätigt auch sein neuestes Album, und nicht bloß im wortgespielten Titel: Laid Black.

Laid Black sucht die Spuren der Gegenwart zu integrieren, aber anders als R+R, Christian Scott aTunde Ajuah und der Rest der Junior-Jazzer aus Housten und L.A. Miller ist ein alter Hase, der nicht aus der Zeit gefallen ist, sondern mitten in ihr lebt und spielt. Synthese-Kapriolen sucht man daher vergeblich, was kein Verlust ist. Denn es gibt statt dessen Stil: Jazz, Blues, Funk, Hip-Hop, Trap, Soul – die ganze farbige Palette der Musik. Oder die ganze Palette farbiger Musik?

So ganz egal ist das nicht, sagt der Album-Titel: Laid Black verweist nicht nur auf zurück gelehnte Grooves. Er verweist auch auf Millers Wurzeln. Und auch Miller selbst verweist auf sie: Das Album greift auf schwarze musikalische Erfahrungen zurück, erklärt er. Und neben Worten auch mit Klängen.

Schon der Opener Trip Trap gibt die Richtung vor: Slow Funk als Basis, mit bluesiger Hammond-Orgel und poppigen Synthie-Akkorden als Kontrast, gescratchten Voice-Einspielungen und einer Hi-Hat, die scheinbar über einen Flanger läuft. Der Master ist ein Mixtape von Stilen in ein und dem selben Stück. Und: Es funktioniert!

Ähnlich wie Miles Davis bei Tutu holte sich Miller für Laid Black junge und sehr fähige Musiker in seine Band und ins Studio, die – damals wie heute – technisch fit und weltoffen sind, so dass sie einen Mix wie diesen locker aus dem Ärmel zu schütteln scheinen.

Wobei immer mal wieder eine Überraschung aus dem Lautsprecher tropft: Que Sera Sera ist so ein Moment. Nicht bloß, dass ein Cover des italienischen Klassikers per se unerwartet ist. Gesungen werden die Lyrics zudem von Sela Sue, was das Stück erstaunlich aufraut.

Doch über allem trohnt der Bass von Marcus Miller. Er drängt sich zwar nicht in den Vordergrund, aber sein Sound, seine Spielweise schaffen eine durchgängige Colorierung, die das Album klar als ein Miller-Werk ausweist. Und als ein gelungenes dazu.

Unbedingt reinhören.


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Album-Daten

Titel: Laid Black
Interpret: Marcus Miller
Genre: Jazz
Label: Hannibal L.L.C.
Jahr: 2018
Spielzeit: ZEIT min
Format: FLAC 48/24 / AIFF 44,1/16
Als CD für 14,99 Euro bei Amazon
Als Studio Master für 17,50 Euro bei HighResAudio




Audio-Setup



Rechner stationär: Mac mini
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > DAC: Straight Wire USB
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch HD 311 Retro
LS-Kabel: Albedo Air I
Kopfhörer: Koss ESP 950, Bowers & Wilkins P7

Technik-Tuning:
Geräte-Tuning: je 1 Albat Manufacturer Test Chip
Mac-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL1
DAC-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL2
DAC-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (1 St.)
DAC-Tuning: inakustik Referenz High Tech Gel-Absorber
Amp-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (3 St.)
Amp-Tuning: Audio Selection Creaktiv Sound Control Base
Amp-Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Rack-Tuning: Creaktiv Erdungs-Set ci2p
Lautsprecherkabel-Tuning: inakustik Referenz Cable Base
Lautsprecherkabel-Tuning: Albat LMC Loudspeaker Cable Chips
Lautsprecher-Tuning: TritonAudio NeoLev
Stromleisten-Tuning: creaktiv Systems Power-Plug Optimizer Abschlußstecker
An diversen Stellen: biophotone Magic Akasha Sound Chips
Steckerleiste NAS und Router: iFi Audio AC iPurifier

Raum-Tuning:
E-Smog: Kemp Elektronik Schumann Resonanz Plug
Strom: Gigawatt Sicherungs-Automat G-C20A
Strom: Gigawatt Steckdose G-044
Strom: HiFi-Tuning Fremdgeräuschzerstörer & Quantenstecker
Raum: Creaktiv Air Field-Equalizer
Heizkörper: 4 creaktiv Systems TwisterStop Glaslinsen 30 mm klar
Fenster Hörraum: 2 creaktiv Systems TwisterStop Glaslinsen 30 mm klar
Spiegel Bad gegenüber Hörraum: 2 creaktiv Systems TwisterStop Glaslinsen 30 mm klar

Rechner mobil: MacBook
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.11.6 El Capitan
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Beyerdynamic Xelento Remote
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil



Abbildungen: Hannibal L.L.C.


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