Evolutionär: Sting – 57TH & 9TH

Das jüngste Sting-Album 57TH & 9TH mischt Einflüsse von The Police und Sting Solo mal mit Folk, mal mit Songwriter-Elementen

Das jüngste Sting-Album 57TH & 9TH mischt Einflüsse von The Police und Sting Solo mal mit Folk, mal mit Songwriter-Elementen



hrm_logo_15x50Wäre das gesamte Album so spritzig wie der Auftakt-Song, hätten wir eine Menge Freude an Stings jüngstem Werk 57TH & 9TH. Wenn der Rezensent nicht bloß mit dem „Früher war alles besser“-Radar gucken und nörgeln würde, auch.

Denn wenn Künstler sich weiter entwickeln dürfen, wie das so schön heißt, wenn ihnen was neues eingefallen ist, dann sollten Rezensenten versuchen, diesen Entwicklungen nachzuspüren. Sie müssen zwar nicht jedes Detail bejubeln, bloß weil es da ist. Aber wenn etwas geboten wird, sollte das auch gesagt sein. Also: Klappe zu und Ohren auf!

Der Auftakt mit I Can’t Stop Thinking About You ist eine Zeitreise direkt auf die Bühne von The Police, was zwar familiär einstimmt, aber auch in die Irre leitet. Denn es ist Sting, nicht The Police, und das Album wirkt in Summe altersmilde, wenn man bloß auf den kantigen Biss der 80-er Rocknummern schielt. Dabei hat das neue Album tolle Nummern im Gepäck, die bekannte Phrasierungen und Musikauffassungen variieren und mit neuen Elementen bereichern.

Das gilt zum Beispiel für Down, Down, Down, dass frühes Sting-Solo Feel mit Brüchen und dissonanten Breaks liefert, als wollte es die Musik während des Spiels hinterfragen. Oder die Up-Tempo Nummer Petrol Head, die klassisches Police-Feel mit kontrastierenden melodischen Passagen anreichert.

Pretty Young Soldier ist dagegen Storytelling im Folk-Gewand und erinnert von Ferne an Stücke aus Ten Summoner’s Tales – wobei die Akustik des neuen Albums entschlackter und klarer ist. Und Inshallah, das die jüngsten Flüchtlingswellen thematisiert, bringt schließlich Weltmusik in die Bits & Bytes, Instrumentierung von Oud bis arabischer Percussion inklusive.

Besonders die Kombination entschlackter Akustik mit in diesem akustisch geprägten Stücken, den leisen Melodien des Albums kommt auch der Charme von 24 Bit und 96 kHz zur Geltung. Hier wird es detailreich und spürbar emotional, weshalb auch der Griff zu den Kopfhörern für dieses Album durchaus lohnen kann.

57TH & 9TH – der Titel des Albums – geht übrigens auf die Kreuzung in Manhattan zurück, die Sting täglich auf dem Weg zum Aufnahmestudio überqueren musste. Gut, dass er das getan hat.


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Album-Daten

Titel: 57TH & 9TH (Deluxe Edition)
Interpret: Sting
Genre: Pop
Label: A&M Records
Jahr: 2016
Spielzeit: 48:34 min
Format: FLAC 96/24
Preis: 17,50 Euro
Zu finden bei HighResAudio





Audio-Setup



Rechner stationär: Mac mini
Software: Audirvana Plus 2, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > DAC: Straight Wire USB
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Amp-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (4 St.)
Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Boxen: Hans Deutsch HD 311 Retro
LS-Kabel: Straight Wire Melody
Kopfhörer: Koss ESP 950, Bowers & Wilkins P7



Rechner mobil: MacBook
Software: Audirvana Plus 2, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Bowers & Wilkins P7
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil


Abbildungen: A&M Records



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