Entdeckung: Eldbjørg Hemsing, Wiener Symphoniker & Olari Elts – Borgström Shostakovich Vionlinenkonzerte

Entdeckerin als Entdeckung: Eldbjørg Hemsing spielte mit den Wiener Symphonikern unter Olari Elts Zwei Violinenkonzerte von  Borgström und Shostakovich ein

Entdeckerin als Entdeckung: Eldbjørg Hemsing spielte mit den Wiener Symphonikern unter Olari Elts zwei Violinenkonzerte von Borgström und Shostakovich ein



hrm_logo_15x50Dimitri Shostakovich kennen Sie. Aber Hjalmar Borgström? Oder Eldbjørg Hemsing? Ich zumindest musste da erstmal passen. Macht aber nicht, ein Klick auf Play, und schon strahlt Licht ins Dunkel. Und da sehen wir was?

Eldbjørg Hemsing ist eine norwegische Violinistin, die schon mit zwei Jahren zu spielen begann und zur Belohnung mit zarten 11 Jahren ihr Solo-Debut mit dem Bergener Philmarmonikern hatte.

Eines Tages stieß dieses begnadete Wunderkind der Violine mitten zwischen Norwegens nationalen Notenschätzen auf eine Partitur des gleichfalls norwegischen Komponisten Hjalmar Borgström: Das Violinenkonzert G-Dur op. 25. Zu Lebzeiten, also Anfang des 20. Jahrhunderts, war Borgström ein gefeierter Musikkritiker und Komponist in seinem Land. Und dann wurde es still um ihn. so still, dass sein Violinen-Konzert überhaupt nur einmal aufgeführt wurde.

Zu unrecht, wie Violinistin Hemsing fand. Darum hat sie es jetzt mit den Wiener Philharmonikern unter Olari Elts erstmalig eingespielt. Und damit es nicht so einsam auf dem Album residiert, durfte sich noch das Violin Concerto No. 1 in a-Moll, Op. 77 von Dmitri Shostakovich hinzu gesellen. Was neben den Wiener Philharmonikern für einen weiteren zugkräftigen Namen sorgt.

Das klingt gefrotzelt? Ist aber nicht so gemeint, denn die Lex Marcantilistica fordert nun mal Opfer. Wobei das Opfer hier nicht groß ausfällt. Dazu gibt es ein gutes Argument für genau dieses Konzert: Shostakovich widmete es seinem Freund, dem Geiger David Oistrach. Der wiederum unterrichtete Boris Kushnir, der in Wien Eldbjørg Hemsing im violinistischen Feinschliff unterwies. So schließt sich der Kreis. Und der Klang? Ist der auch rund?

Shostakovich mag es bekanntlich etwas eckiger: Hier eine kleine Disharmonie, dort eine überraschende Instrumentierung. Da weckt eine Nocturne schon leicht mal Erinnerungen an einen ausnotierten Albtraum. Wollte man es überspitzt sagen.

Hemsing allerdings gewinnt der Komposition gemeinsam mit dem Wiener Klangkörper ein erfreulich warmherziges Klangbild ab, was der leicht fordernden Harmonie-Auffassung des Russen sehr zugute kommt.

Ein solches Harmonie- … – oder Gefälligkeits-Problem? – … gibt es bei Brogström nicht. Er komponierte 1914 noch gemütsfreundlicher, und so umcharmt die Einspielung Ohr und Seele in feiner Tonalität und Anklang an norwegische Folklore, ohne sich in Plattitüden zu verlieren.

Borgström ist definitiv eine Entdeckung. Dasselbe gilt für Eldbjørg Hemsing, die mit feinem und sensiblem Strich eine Fülle von Details und Emotionen aus den Partituren kitzelt. Und der Klang?

Füllig, warm, in dramatischen Passagen passend hell, aber nicht spitz. Hemsing präsentiert mit ihrer G. B. Guadagnini Geige aus dem Jahr 1754 eine phantastische Klangfülle, die auf sehr schöner Bühne von einem klar differenzierten Orchester umrahmt wird.

Ein tolles Album.


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Album-Daten

Titel: Borgström & Shostakovich: Violin Concertos
Interpret: Eldbjørg Hemsing, Wiener Symphoniker & Olari Elts
Genre: Klassik
Label: BIS
Jahr: 2018
Spielzeit: 1.13:12 min
Format: FLAC 96/24
Als Studio Master für 16,50 Euro bei HighResAudio




Audio-Setup



Rechner stationär: Mac mini
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > DAC: Straight Wire USB
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch HD 311 Retro
LS-Kabel: Albedo Air I
Kopfhörer: Koss ESP 950, Bowers & Wilkins P7

Technik-Tuning:
Geräte-Tuning: je 1 Albat Manufacturer Test Chip
Mac-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL1
DAC-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL2
DAC-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (1 St.)
DAC-Tuning: inakustik Referenz High Tech Gel-Absorber
Amp-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (3 St.)
Amp-Tuning: Audio Selection Creaktiv Sound Control Base
Amp-Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Rack-Tuning: Creaktiv Erdungs-Set ci2p
Lautsprecherkabel-Tuning: inakustik Referenz Cable Base
Lautsprecherkabel-Tuning: Albat LMC Loudspeaker Cable Chips
Lautsprecher-Tuning: TritonAudio NeoLev
Stromleisten-Tuning: creaktiv Systems Power-Plug Optimizer Abschlußstecker
An diversen Stellen: biophotone Magic Akasha Sound Chips

Raum-Tuning:
E-Smog: Kemp Elektronik Schumann Resonanz Plug
Strom: Gigawatt Sicherungs-Automat G-C20A
Strom: Gigawatt Steckdose G-044
Strom: HiFi-Tuning Fremdgeräuschzerstörer & Quantenstecker
Raum: Creaktiv Air Field-Equalizer

Rechner mobil: MacBook
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.11.6 El Capitan
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Beyerdynamic Xelento Remote
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil



Abbildungen: BIS


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