David Rhodes – Rhodes

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hrm_logo_15x50Bei Rhodes denken die meisten zuerst an die E-Pianos von Fender. Und dann an weiter nichts. Denn auch wenn viele David Rhodes gewiss schon vor Augen hatten, ist er den wenigsten im Kopf. Rhodes ist seit 30 Jahren Gitarristen von Peter Gabriel und hat auch schon Paul McCartney und Talk Talk begleitet – unter anderem. Nun hat er ein neues Album heraus gebracht und ist dafür ein paar ungewöhnliche Wege gegangen. Dazu gehörte eine Sammlung bei Pledge. Und eine kräftige Spende von Bowers & Wilkins, die gleich ein Viertel der Produktionskosten stemmten und als Gegengabe das Album schon jetzt in 48 kHz/24 bit anbieten, als Bonus-Album im September für alle, die das ₤50 Jahresabo der Society of Sound abgeschlossen haben. Ob es das Album wert ist? Allerdings.

Schon allein, weil kaum respektable aktuelle Rock-Aufnahmen in High-Res verfügbar sind, sollte man sich freuen. Dass hier ein versierter und erfahrender Gitarrist mit einem Bassisten und einem Schlagzeuger gleichen Kalibers loslegt, ist noch ein Pfund obendrauf.

Auch das Aufnahmeverfahren klingt vielversprechend: Sämtliche zehn Stücke sind live, die Musiker haben sie also zugleich gespielt und nicht, wie in Tonstudios sonst üblich, erst die Schlagzeug-Spur aufgenommen, dann ein Instrument nach dem anderen und schließlich den Gesang eingespielt. Die muntere Dynamik des Albums ist gewiss auch diesem Verfahren geschuldet. Und zu danken.

Der Klang von Rhodes (dem Album) ist sehr ausgewogen und warm, dabei knackig und satt, mit Punch und Biss. Schon zur Begrüßung gibt es ein Aha-Erlebnis , wenn die Trommeln von Ged Lynch bei „If I Could Empty My Head“ fast ungedämpft durch den Raum resonieren. Und so bleibt der Klang: Natürlich und authentisch über die gesamten gut 43 Minuten. Bein Beispiel für hierfür ist auch der knurrige Drive der angezerrten Basspassage von Charlie Jones beim Schluss-Stück Be Mine, da zudem mit ein brillantes Gitarrensolo liefert.

Insgesamt ist die Band kompakt gestaffelt. Die Musiker sind beeindruckend präzise abgebildet und räumlich präsent. Trotz lediglich 48 kHz ist das Album überraschend transparent und detailreich. Mischer Mark Frith hat für seinen Teil ebenfalls ganze Arbeit geleistet und dazu beigetragen, ein hörenswertes Album zu präsentieren.

Album-Daten

Album: Rhodes
Interpret: David Rhodes
Genre: Rock
Label: Society of Sound
Jahr: 2013
Spielzeit: 43:36 min
Format: FLAC 48/24
Preis: Im Jahresabo für 40 Euro enthalten
Zu finden bei Society of Sound

Audio-Setup

Rechner: Mac Mini 1,83 GHz Intel Core 2 Duo
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.6 Snow Leopard Server
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 1,7 m
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch Light Style 2
LS-Kabel: Straight Wire Melody

Rechner mobil: MacBook white
Software: Audirvana Plus, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.9 Mavericks
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Bowers & Wilkins P7
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil


Abbildungen: Society of Sound

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