180 Gramm: Dave Brubeck Quartet – Time Out

Mit einer CD im Gepäck macht die jängste 180-Gramm Pressung von Dave Brubecks Album Time Out auch High-Res Freunde glücklich
Mit einer CD im Gepäck macht die jängste 180-Gramm Pressung von Dave Brubecks Album Time Out auch High-Res Freunde glücklich

hrm_logo_15x50Bei in-akustik denkt man in der Regel an hochwertige Kabel. Dass in-akustik auch interessante Musik anbietet, ist nicht so bekannt. Seit einigen Tagen im Programm ist zum Beispiel eine Neuauflage des Jazz-Klassikers Time Out von Dave Brubeck in einer 180 Gramm Vinyl-Pressung. Das Problem: Vinyl ist nicht digital. Aber der Longplayer hat die Lösung im Gepäck: Die Schallplatte kommt mit einer Bonus-CD.

Und damit nicht genug, enthält die Bonus-CD sogar zwei Alben: Neben Time Out von 1959 bietet sie auch noch Brubeck Time von 1955 zum auslasern an. Macht als Gesamtpaket 15 digitale Datensätze und einen zweiseitigen Staubsammler, wobei letzteres unfair, despektierlich und kein bisschen warmherzig ist. Außerdem: Mit Vinyl fing auch bei mir alles an.

Während ich heute in Ermangelung eines Plattenspielers die 180 Gramm Pressung nur manuell wertschätzen kann und zugebe, mich von ihrem Gewicht durchaus positiv angezogen zu fühlen, liegt der Fall bei der CD anders. Sie ist ein Mittel zum Zweck, insofern sie mit XLD gerippt ihre Klanggüte unter Beweis stellen darf. Was nicht ganz ohne Risiko ist, denn:

Die CD ist – wie sollte es 2020 anders sein? –  remastered, es hat also jemand die Originalbänder genommen, sie durch ein Mischpult und wer weiß was noch geschickt, digital gefiltert, geputzt, poliert und im Zuge dessen womöglich verhunzt, was ursprünglich mit urtümlicher Kraft und eingeschränktem Frequenzband die Herzen der Jazz-Fans höher schlagen ließ.

Indes: Ich kann Entwarnung geben. Die Audio-Qualität ist Qualität und Audio zugleich. Es klingt authentisch und erstaunlich nah, schwingt und swingt wie eh und jeh, macht also einen Heidenspaß und vermutlich hätte Mr. Brubeck himself seine helle Freude an dem gelichteten Klang. Was ich damit meine, will ich am gefühlt ewigen Klassiker Take Five erläutern:

Im etwas halligen Raum klingt das Piano auf der Rechten weiterhin leicht Fifties-stumpf, das Saxopon sprudelt dagegen mit Vergnügen und sehr klar und greifbar im Zentrum. Der Bass bupft bescheiden im Hintergrund und das Schlagzeug haut links auf die Pauke, und zwar so gut aufgearbeitet, dass sich die Spieltechnik von Joe Morello frappierend präzise heraushören lässt: Mit Sticks gestoppte Felle, Bassdrum-Doppelschläge, die nicht ganz klappen (böse 50-er Jahre Pedale grinsen hämisch), dafür mehr feine Obertöne und Details von Becken und Fellen, denn es knistert nicht nur nichts, es ist auch behutsam aufgeräumt worden, so dass viel Klang, viel Authentizität und viel Vergnügen zum Vorschein kommen.

Von dieser Güte sind noch 14 weitere Stücke auf der CD zu haben. Auf Vinyl sind es weitere 7, wobei ich nur das Plastik abklopfen kann, aber nicht die Rillen ausfahren. Wohlmöglich ein Grund, der Kette einen rotierenden Teller anzufügen, um das Wärmegefühl zu vergleichen? Mal schauen.

Brubeck jedenfalls macht in dieser Ausführung auch digital jede Menge Spaß. Ganz klar ein Hörtipp.

 

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Album-Daten

Interpret: Dave Brubeck
Titel: Time Out
Genre: Jazz
Label: Goove Replica
Jahr: 1959 / 2020
Spielzeit: 1.19:31 min (CD)
Format: AIFF 44,1/16
Als CD für 17.99 Euro

Audio-Setup



Rechner stationär: Mac mini
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > DAC: Straight Wire USB
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch HD 311 Retro
LS-Kabel: Albedo Air I
Kopfhörer: Koss ESP 950, Bowers & Wilkins P7

Technik-Tuning:
Geräte-Tuning: je 1 Albat Manufacturer Test Chip
Mac-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL1
DAC-Tuning: Hoerwege DAC-Tuning
DAC-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL2
DAC-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (1 St.)
DAC-Tuning: inakustik Referenz High Tech Gel-Absorber
Amp-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (3 St.)
Amp-Tuning: Audio Selection Creaktiv Sound Control Base
Amp-Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Rack-Tuning: Creaktiv Erdungs-Set ci2p
Lautsprecherkabel-Tuning: inakustik Referenz Cable Base
Lautsprecherkabel-Tuning: Albat LMC Loudspeaker Cable Chips
Lautsprecher-Tuning: TritonAudio NeoLev
Stromleisten-Tuning: creaktiv Systems Power-Plug Optimizer Abschlußstecker
An diversen Stellen: biophotone Magic Akasha Sound Chips
Steckerleiste NAS und Router: iFi Audio AC iPurifier

Raum-Tuning:
E-Smog: Kemp Elektronik Schumann Resonanz Plug
Strom: Gigawatt Sicherungs-Automat G-C20A
Strom: Gigawatt Steckdose G-044
Strom: HiFi-Tuning Fremdgeräuschzerstörer & Quantenstecker
Raum: Creaktiv Air Field-Equalizer
Heizkörper: 4 creaktiv Systems TwisterStop Glaslinsen 30 mm klar
Fenster Hörraum: 2 creaktiv Systems TwisterStop Glaslinsen 30 mm klar
Spiegel Bad gegenüber Hörraum: 2 creaktiv Systems TwisterStop Glaslinsen 30 mm klar

Rechner mobil: MacBook
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.11.6 El Capitan
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Beyerdynamic Xelento Remote
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil



Abbildungen: Goove Replica


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