Brückenschlag: Anouar Brahem – Blue Maqams

Entspannte Wanderung zwischen den Welten: Anouar Brahems  Blue Maqams mit Dave Holland, Jack DeJohnette und Django Bates

Entspannte Wanderung zwischen den Welten: Anouar Brahems Blue Maqams mit Dave Holland, Jack DeJohnette und Django Bates



hrm_logo_15x50Blue Maqams – der Titel von Anouar Brahems neuen Album ist Programm: Das modale System arabischer Musik mit den Bluenotes des Jazz zu verschmelzen. Dass die Idee funktioniert, hat Brahem schon mehrfach belegt, zuletzt in Anflügen auf Souvenance. Nur dass dieses Mal mit Django Bates am Klavier, Dave Holland am Bass und Jack DeJohnette am Schlagzeug etablierte Hochkaräter des Jazz mit von der Partie sind.

Die Musik Brahems ist nach wie vor zurückhaltend, tastend, meditativ. Über annähernd 80 Minuten entwickelt das Quartett integrativ Klangwelten, die trotz allen dynamischen Momenten weitgehend relaxed zum Zuhören und Genießen einladen.

Die Grenze zwischen den (Klang-)Welten überschreiben Sie hierbei stetig, aber nicht gleichförmig. Mal liegt der Schwerpunkt im arabischen Sektor, mal mehr im Jazz. Und mal schwingt die Klangwelt von einem zum anderen, wie in The Recovered Road to Al-Sham, die im Jazzfeel endet – vielleicht eine Aussage auch ganz andere Art.

Beeindruckend ist, wie dienend die Rhythmusgruppe Holland-DeJohnette hierbei agiert. Die Oud, das arabische Saiteninstrument Brahems, ist je von eher zartem Klang. Und ein Piano als Begleitung wirkt da schon mächtig. Dass Bassist und Schlagzeuger zurückhaltend spielen, mitunter sogar nur Einwürfe und Akzente liefern, satt einen breiten Rhythmusteppich auszurollen, ist wahrhaft klangfördernd.

Auch das gefühlvolle Spiel Django Bates tut sein übriges, um der Oud im Jazz ein Zuhause zu geben, zum Beispiel im Stück – es wirkt fast ironisch – Unexpected Outcome, in dem sich Brahem frei über die Bassline bewegt und im Wechselspiel mit Bates Improvisationen aus dem Ärmel schüttelt. Über eine 13/4-Takt übrigens.

Die Aufnahme ist dabei von erwartbarer Güte: Offen, gut lokalisiert, präzise, reich an Details. Mit klar strukturierter Jazz-Bühne, etwas Hall und Raum nach oben. Das beschäftigt und entspannt gleichermaßen.

Ein schönes Album, nicht nur für die kommenden Wintertage.


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Album-Daten

Titel: Blue Maqams
Interpret: Anouar Brahem
Genre: Jazz
Label: ECM
Jahr: 2017
Spielzeit: 1.17:01 min
Format: FLAC 96/24
Preis: 21,00 Euro
Zu finden bei HighResAudio




Audio-Setup



Rechner stationär: Mac mini
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > DAC: Straight Wire USB
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch HD 311 Retro
LS-Kabel: Albedo AIR 1
Kopfhörer: Koss ESP 950, Bowers & Wilkins P7

Technik-Tuning:
Geräte-Tuning: je 1 Albat Manufacturer Test Chip
Mac-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL1
DAC-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL2
DAC-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (1 St.)
DAC-Tuning: inakustik Referenz High Tech Gel-Absorber
Amp-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (3 St.)
Amp-Tuning: Audio Selection Creaktiv Sound Control Base
Amp-Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Lautsprecherkabel-Tuning: inakustik Referenz Cable Base
Lautsprecher-Tuning: TritonAudio NeoLev

Raum-Tuning:
E-Smog: Kemp Elektronik Schumann Resonanz Plug
Strom: Gigawatt Sicherungs-Automat G-C20A
Strom: Gigawatt Steckdose G-044
Strom: Gigawatt Filternetzleiste PF-1 mit Gigawatt Stromkabel LC-1 MK3
Strom: Audio Selection Creaktiv Sound Control Base für Netzleisten

Rechner mobil: MacBook
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.11.6 El Capitan
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Beyerdynamic Xelento Remote
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil



Abbildungen: ECM


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