Audirvana 3.2: Haut SoX jetzt SRC aus den Socken?

Das jüngste Update für Audirvana Plus 3 bringt den Audio-Konverter SoX

Das jüngste Update für Audirvana Plus 3 bringt den Audio-Konverter SoX



hrm_logo_15x50Audirvana Plus 3 ist hinlänglich bekannter High-Res Audio-Player für den Mac (der in Kürze übrigens auch für Windows zu haben sein wird). Mit dem jüngsten Update Audirvana Plus 3.2 hat Damien Plisson jetzt noch eins drauf gelegt – genauer einen Audio-Converter mehr: SoX. Haut der das bisher von vielen Nutzern bevorzugte iZotope 64-bit SRC aus den Socken?


Allgemeines

Apple Core Audio, SRC und SoX haben alle das selbe Ziel: Die Sample-Rate der Audio-Dateien zu regeln. Hierzu wandeln sie das kontinuierliche Signal des Musikflusses in sogenannte diskrete Signale um, also in zahlreiche schnell aufeinander folgende Einzel-Signale.

Die Sample-Rate zu konvertieren ist wichtig, weil ein DAC nur mit diskreten Signalen arbeiten kann – den Musikfluss wiederzugeben ist ein rein analoges Phänomen. Zudem stellt die Konvertierung sicher, das Timing und Pitch, also die zeitliche Abfolge und die Tonhöhen, möglichst unverfälscht im nachfolgenden DAC verarbeitet werden können.

Bisher gab es bei Audirvana zwei mögliche Konvertier-Verfahren: Apple CoreAudio und iZotope 64-bit SRC. Apple CoreAudio nutzt die von Apple selber zur Verfügung gestellten Schnittstellen, mit denen es möglich ist, Audio-Signale in Echtzeit zu verarbeiten. Das ist schon mal nicht schlecht, geht aber in den Augen vieler Nutzer noch besser.

SRC steht für Sample Rate Conversion, also schlicht für den Prozess, der an dieser Stelle der Software ausgeführt wird. Audirvana hat das von iZotope entwickelte Verfahren implementiert, das im Markt einen guten Ruf genießt, weil es auf der einen Seite sehr sauber arbeitet, auf der anderen als recht natürlich in der Wiedergabe gilt.

Mit Version 3.2 hat Audirvana Plus als weitere Alternative SoX implementiert. SoX steht für Sound Exchange, also Klangaustausch. Es ist eine Software, mit der über verschiedene Computer-Plattformen hinweg Audiosignale verarbeitet werden können. Die Software ist unter der GNU-Lizenz frei verfügbar. Das ist gut, zumindest mit Blick auf den Preis von Audirvana. Und mit dem Ohr auf dem Klang? Dazu später mehr.


Wo findet man SoX?

Vorab muss SoX erst einmal aktiviert werden. Der Audio-Konverter ist bei Audirvana 3.2 in den Einstellungen im Bereich Audio-Filter untergebracht. Ein Klick auf den zweiten Menüpunkt von oben, also auf Konverter, öffnet ein Auswahl-Fenster, in dem jetzt neben Apple CoreAudio und iZotope SRC auch SoX angeboten wird.

Ist SoX ausgewählt, lassen sich noch verschiedene Parameter anpassen, nämlich die Bandbreite, die maximale Filterlänge, das Anti-Aliasing und das Pre-Ringing.

Auch das Upsampling lässt sich hier vorwählen. Wer einen entsprechend leistungsfähigen Mac besitzt, kann diesen dann die Dateien bis hin zu DSD berechnen lassen, was der Mac häufig besser als der angeschlossene DAC kann, der in der Regel mit DSD arbeitet und somit selber upsampeln, also hochrechnen würde.


Wie klingt SoX?

Um die Frage nach dem Klang von SoX zu beantworten, muss natürlich ein Sparrings-Partner her – in unserem Fall ist das iZotope SRC.

Wie schon gesagt, klingt iZotope SRC natürlich und warm, ohne an Timing oder Pitch zu fummeln. Das ist besonders sehr schön bei Chören und akustischer Musik auszumachen, und für den Vergleich wird daher der entsprechende Teil der bekannten Playlist eingesetzt. Um die Ohren nicht fledermausig an die Boxen zu kleben, drehen wir den Spieß um und verwenden als Schiedsrichter für die akustischen Wettstreit die Koss ESP 950, also sensible und frequenzfaire elektrostatische Kopfhörer. Das Resultat?

Schwer zu sagen. Wirklich schwer. Es braucht eine ganze Weile, bis sich minimale Differenzen herauszuschälen scheinen.

Der öfter zu lesende Vorteil, SoX arbeite mit geringere Systemlast, kann nicht bestätigt werden. Der Mac pendelt unabhängig vom Konverter bei einer Prozessorlast um 0,6 Prozent. Das ist denkbar wenig.

Die häufig goutierte klangliche Differenzierung – SRC warm, SoX analytisch – stimmt gleichfalls nicht. Tatsächlich scheint SoX eine Spur heller und härter zu sein, dass es aber Konvolute bisher ungehörter Details in die Ohren ablädt, gehört in das Reich der Märchen und Sagen.


Fazit

Dass Audirvana Plus mit dem jüngsten Update auf Version 3.2 den Audio-Konverter SoX integriert, ist toll, bietet es dem Anwender eine weitere Option, für sich den besten Klang zu finden.

Dass SoX generell weniger Systemlast und besseren Klang bietet, ist jedoch nicht zu belegen. Vielmehr scheint mir die Teilung, wenn man sie denn vornehmen möchte, eher genre-spezfisch motiviert:

Wer Spaß an Rock, Pop und Elektro hat, trifft mit SRC keine schlechte Wahl. Wer gerne jede Geige aus dem Orchester mit Vornamen anreden möchte, sollte mal ein Ohr auf SoX werfen.

Dass mit dieser Methode aber grundsätzlich gesteigerter Hörglück produziert wird, möchte ich nicht garantieren. Am Ende wird jeder für sich probieren müssen – aber nun mit mehr Auswahl probieren können. Das ist, wie gesagt, toll, zumal es für Lizenz-Eigner keinen Cent Extra kostet, sondern einfach Teil des jüngsten Downloads ist.

Wer den Audio-Player noch nicht einsetzt, kann Audirvana 3 kostenlos ausprobieren. Und wer Audirvana kaufen möchte, zahlt als Upgrade für eine ältere Audirvana Plus-Version 34 Euro, für eine erstmalige Lizenz 64 Euro. Dafür gibt es dann den unseres Erachtens besten Audioplayer für den Mac.


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Produkt-Daten

Produkt: Audio-Player
Hersteller: Audirvana
Version: Audirvana Plus 3.2
Besonderheit: SoX Audio Konverter
Preis Vollversion: 64 Euro
Preis Upgrade: 34 Euro
Hersteller-Website: Audirvana




Audio-Setup



Rechner stationär: Mac mini
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > DAC: Straight Wire USB
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch HD 311 Retro
LS-Kabel: Straight Wire Melody
Kopfhörer: Koss ESP 950, Bowers & Wilkins P7

Technik-Tuning:
Geräte-Tuning: je 1 Albat Manufacturer Test Chip
Mac-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL1
DAC-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL2
DAC-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (1 St.)
DAC-Tuning: inakustik Referenz High Tech Gel-Absorber
Amp-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (3 St.)
Amp-Tuning: Audio Selection Creaktiv Sound Control Base
Amp-Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Rack-Tuning: Creaktiv Erdungs-Set ci2p
Lautsprecherkabel-Tuning: inakustik Referenz Cable Base
Lautsprecherkabel-Tuning: Albat LMC Loudspeaker Cable Chips
Lautsprecher-Tuning: TritonAudio NeoLev
An diversen Stellen: biophotone Magic Akasha Sound Chips
Stromleisten-Tuning: creaktiv Netzstecker mit ci2p-Technologie

Raum-Tuning:
E-Smog: Kemp Elektronik Schumann Resonanz Plug
Strom: Gigawatt Sicherungs-Automat G-C20A
Strom: Gigawatt Steckdose G-044
Strom: HiFi-Tuning Fremdgeräuschzerstörer & Quantenstecker
Raum: Creaktiv Air Field-Equalizer

Rechner mobil: MacBook
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.11.6 El Capitan
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Beyerdynamic Xelento Remote
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil


Abbildungen: Audirvana

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