Album in a Day: Johnny Mansfield – Portrait

Portrait ist der Titel des jüngsten Albums von Jonny Mansfield – er hat es in weniger als 24 Stunden komponiert, eingespielt, gemischt und veröffentlicht
Portrait ist der Titel des jüngsten Albums von Jonny Mansfield – er hat es in weniger als 24 Stunden komponiert, eingespielt, gemischt und veröffentlicht

 

hrm_logo_15x50Das ist doch mal eine Challenge: Ein Album an einem Tag komponieren, einspielen, produzieren und veröffentlichen. Genau das hat der britische Jazz-Musiker Johnny Mansfield gestern getan: Er hat Portrait in weniger als 24 Stunden fertiggestellt.

Als wir zur Vorstellung seiner Single Syringa Anfang Juni miteinander schrieben, hatte Jonny sein 24-Stunden Projekt noch Album In A Day  genannt. Aber mit seinem Konterfei auf dem Cover ist Portrait die bessere Wahl. Außerdem klingt der Titel nach dem, was es ist: ein ernsthaftes Album und nicht bloß eine exzentrische Challenge.

„Ich werde wohl ziemlich früh aufstehen müssen“, hatte Johnny im Juni auch noch geschrieben und das Releasedate 6. August bestätigt. Offenbar hat das geklappt, denn heute morgen um 0 Uhr waren die sieben Songs online zu haben – inklusive Hintergrund-Informationen:

„Ich bin um 5 Uhr aufgestanden“, bestätigt Mansfield auf der Bandcamp-Seite des Albums. Er habe komponiert, gespielt, gesungen, aufgenommen, gemischt, gemastert – alles am 6. August. Und alles alleine. Veröffentlicht wurde das Album am 7. August Null Uhr. Das macht 19 Stunden für insgesamt sieben Titel. Chapeau!

Kritische Geister werden mit Blick auf das enge Zeitfenster natürlich fragen: Wie ist die Soundqualität, wenn einer nicht einmal 24 Stunden hat? Wie ist das Set-up? Und wie sind die Stücke selbst? Alles nette Kompromisse oder gibt es doch was zu entdecken?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Alles ist prima. Es gibt 28.04 Minuten feinen, unaufdringlichen Jazz. Speak ist als Opener angenehm munter, Guilt charmant verträumt und in Sanctuary greift Mansfield sogar sakrale Elemente auf.

Akustisch ist auch alles fein: Die Instrumente klingen natürlich, Mansfields Gesang nah (und nahbar), die Bühne ist schön aufgebaut, Effekthascherei ist ausgespart und damit im Grunde alles erfüllt, was das Genießerherz wünsche kann.

Bemerkenswert ist das Album aber nicht nur wegen des Zeitfaktors oder seiner akustischen Güte, sondern auch, weil Mansfield – von Haus aus Vibraphonist und Percussionist – sämtliches Instrumente selbst eingespielt hat. Und deren Liste ist üppig:

  • Vibraphone
  • Schlagzeug
  • Percussion
  • Pandeiro
  • Piano
  • Korg Minilogue
  • Critter and Guitari Organelle
  • Gesang

Na gut, erwischt. Einen Bereich gibt es, da hätte personelle Verstärkung vermutlich noch etwas Zugewinn bedeutet: der Gesang. Auch wenn Mansfield 2018 den Kenny-Wheeler-Prize bekam, klingen die Vocals nicht ganz so sicher, rund und smooth wie der Rest der Einspielung. Die gibt es aber nur in Little Sunshine. „Ich bin der erste, der einen Sänger bucht, das ist hier nur wegen des Projekt-Gedankens, alles alleine zu machen, nicht geschehen“, erläutert Jonny den Hintergrund.

Sonst ist Portrait eine durchweg gelungenes Album, das durch spielerische Ideen und guten Klang ein schöner Begleiter in entspannte Stimmung ist.

 

 

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Album-Daten

Interpret: Johnny Mansfiled
Titel: Portrait
Genre: Jazz
Label:  Jonny Mansfield
Jahr: 2020
Spielzeit: 28,04 min
Format: diverse
Für £ 7,00 (ca. 8,20 €) bei Bandcamp

 




Audio-Setup



Rechner stationär: Mac mini
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X Yosemite 10.10.5
DAC stationär: Cambridge Audio DacMagic Plus
Kabel Mac > DAC: Straight Wire USB
Kabel Dac > Amp: Aqvox NF-Kabel OFC-Kupfer Cinch/Cinch
Kabel Amp > Koss E90: in-akustik NF-104 Micro Air
Verstärker: Yamaha A-S 1000
Boxen: Hans Deutsch HD 311 Retro
LS-Kabel: Albedo Air I
Kopfhörer: Koss ESP 950, Bowers & Wilkins P7

Technik-Tuning:
Geräte-Tuning: je 1 Albat Manufacturer Test Chip
Mac-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL1
DAC-Tuning: Hoerwege DAC-Tuning
DAC-Tuning: Aqvox USB Detoxer Terminator QL2
DAC-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (1 St.)
DAC-Tuning: inakustik Referenz High Tech Gel-Absorber
Amp-Tuning: Audio Exklusiv Silentplugs RCA (3 St.)
Amp-Tuning: Audio Selection Creaktiv Sound Control Base
Amp-Netzkabel: Aqvox Netzkabel
Rack-Tuning: Creaktiv Erdungs-Set ci2p
Lautsprecherkabel-Tuning: inakustik Referenz Cable Base
Lautsprecherkabel-Tuning: Albat LMC Loudspeaker Cable Chips
Lautsprecher-Tuning: TritonAudio NeoLev
Stromleisten-Tuning: creaktiv Systems Power-Plug Optimizer Abschlußstecker
An diversen Stellen: biophotone Magic Akasha Sound Chips
Steckerleiste NAS und Router: iFi Audio AC iPurifier

Raum-Tuning:
E-Smog: Kemp Elektronik Schumann Resonanz Plug
Strom: Gigawatt Sicherungs-Automat G-C20A
Strom: Gigawatt Steckdose G-044
Strom: HiFi-Tuning Fremdgeräuschzerstörer & Quantenstecker
Raum: Creaktiv Air Field-Equalizer
Heizkörper: 4 creaktiv Systems TwisterStop Glaslinsen 30 mm klar
Fenster Hörraum: 2 creaktiv Systems TwisterStop Glaslinsen 30 mm klar
Spiegel Bad gegenüber Hörraum: 2 creaktiv Systems TwisterStop Glaslinsen 30 mm klar

Rechner mobil: MacBook
Software: Audirvana Plus 3, Pure Music
Betriebssystem: OS X 10.11.6 El Capitan
DAC mobil: Meridian Explorer
Kabel Mac > Dac: Aqvox High-End USB-Audiokabel 12 cm
Kopfhörer: Koss Porta Pro, Beyerdynamic Xelento Remote
Add-on: Aqvox USB-Low-Noise-Linear-Netzteil



Abbildungen: Jonny Mansfield


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