1001

1001 Album - märchenhaft für die Auswahl von Stücken
1001 Album – märchenhaft für die Auswahl von Stücken

hrm_logo_15x50Plötzlich und unerwartet steht sie da, die 1001. Audirvana zeigt sie in der Fußzeile an, für die märchenhaft erscheinende Auswahl von 1001 Alben, die der HighRes-Player jetzt für HighResMac verwaltet. Macht 12.754 Songs und 43 Tage und 6 Stunden Spielzeit, informiert die Player-Statistik. Was sie nicht verrät, aber was ich natürlich weiß, ist, welches Album zuletzt dazu gekommen ist: Alphaville – Forever Young. Remastered.

Ein paar Jahre hat es gedauert, bis die Alben zusammen waren. Denn einfach zuplündern sollte es bei High-Res nicht sein. CD-Qualität ist da ja schon grenzwertig. Und auch nicht jede Scheibe ist es Wert, archiviert zu werden, selbst wenn sie ungefragt im Briefkasten landet. Klasse statt Masse also.

Aber wenn dann nach ein paar Jahren ein paar Alben zusammen sind, lassen sich trefflichen Entdeckungen machen. Zum Beispiel?

Zum Beispiel, dass manches Genre sehr vielgestaltig ist. Das gilt zumindest, wenn man den Bezeichnungen der FLAC-, WAV- und DSD-Files Glauben schenken darf. Da gibt es Klassik, Classique (übrigens Jon Lord…), Classical und mit Glück sogar Choral und Chamber Music. Das hilft beim Sortieren und Wiederfinden bestimmt ganz prima.

Auf der anderen Seite gibt es vielfältige Feindifferenzierungen. Rock? Das reicht mitnichten. Classic Rock, Hardrock, Bluesrock, Folkrock und weiß der Geier was noch dürfen es schon sein, damit jeder seine Nische abbekommt, in der er dann ganz für sich allein residieren kann.

Wäre ja auch noch schöner, wenn ein übergeordneter Sammelbegriff jeden mit jedem zusammenmischt und dann eine klasse 10-Stunde-Playlist daraus erwächst. Muss nicht sein, ganz sicher nicht.

Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Bestreben, nicht einfach in einer Schublade landen zu wollen. Da wird aus einem Blues-Album plötzlich Adult Contemporary. Gibt es genau ein Mal unter den 1001. Hut ab!

Das Gegenstück hierzu ist das Genre Alternative. Da finden sich in bunter Mischung dann All Good Things neben Biffy Clyro, Doe Paoro, Portishead, Sting und noch etliche mehr. Soso.

Und dann sind da die Alben, die sich nicht entscheiden können und für gefühlt jedes Stück eine neue Genre-Zuordnung aktivieren. Ob das die Musiker ebenso goutieren wie die Label-Kleber? Man möchte es bezweifeln.

Lässt man das Grene-Gebastel mal außen vor und schaut die Sache etwas grober an, zeigt sich: Die Mischung der Alben ist relativ ausgewogen. Je rund ein Drittel entfällt auf Klassik, Jazz und populäre Musik. Darunter sind Granden der jeweiligen Genre ebenso wie Newcomer oder ganz und gar unauffällige Vertreter von irgendwo, die dennoch hervorragende Stücke machen.

Eindeutig in der Überzahl sind Alben im FLAC-Format. Daneben gibt es ein paar DSD-Vertreter und von einigen Label gleich WAV-Files als direkte Kopie des Masters. Dafür gibt es nach wie vor sehr wenige MQA-Einspielungen. Schade, denn die wenigen, die HRM in der Datenbank hat, klingen erfreulich gut.

Macht nix. Mit den nächsten 1001 kann sich das ja schon geändert haben. Und bis dahin?

Keep listening!


Abbildungen: HighResMac



1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (No Ratings Yet)

icon artikel mailen

Das könnte Dich auch interessieren …